Plattform: Pakete sortieren mit standardisierten Echtzeitdaten

Eine zentrale Datenplattform von Siemens Logistics soll die Integration von Datensätzen aus mehreren Quellen erlauben.

Das Parcel Data Hub hat sich auf die Fahnen geschrieben, Datensilos aufzubrechen. (Grafik: Siemens Logistics)
Das Parcel Data Hub hat sich auf die Fahnen geschrieben, Datensilos aufzubrechen. (Grafik: Siemens Logistics)
Therese Meitinger

Der Konstanzer Anbieter Siemens Logistics hat mit dem „Parcel Data Hub“ eine zentrale Plattform für Paketsortierzentren entwickelt. Einer Pressemitteilung vom Juli zufolge soll sie helfen, Datensilos aufzubrechen, die dort durch verschiedene Sortiermaschinen und IT-Systeme entstehen. Die Plattform integriert und standardisiert nach Firmenangaben die von mehreren Maschinen erfassten Datensätze zu Sendungen, Anlagen und Prozessen. Sie biete umfassende, semantische Datenmodelle für alle Arten von Analytics-Apps – alles in Echtzeit und End-to-End, so Siemens.

Plattform als Single Point of Truth

Als Single Point of Truth informiere Parcel Data Hub zuverlässig über den aktuellen Status jeder Sendung und jeder Maschine in einer Sortieranlage. Die Plattform liefere auf diese Weise die Basis für reibungslose und effiziente Abläufe in Sortierzentren und ermögliche operative Exzellenz.

Michael Reichle, CEO von Siemens Logistics, erklärt:

„Für Paketsortierzentren sind nicht nur die riesigen Datenmengen, sondern auch die unterschiedlichen Datenstandards eine große Herausforderung. Diese Datensilos und die nur zeitversetzt verfügbaren Daten verhindern optimale Betriebsabläufe. Mit unserer neuesten Software-Innovation lösen wir dieses Problem und bieten unseren Kunden die Möglichkeit, das volle Potenzial ihrer Daten auszuschöpfen.“

Ein Hauptmerkmal des Parcel Data Hub ist nach Anbieterangaben die Datennormalisierung. Damit lassen sich Daten aus unterschiedlichen Quellen einfach kombinieren, vergleichen und verarbeiten, wodurch ein verlässlicher Pool an standardisierten Daten entsteht. Der Parcel Data Hub sei zudem systemunabhängig und verarbeitet Daten nicht nur von Siemens-Anlagen, sondern auch von Systemen anderer Hersteller, wirbt das Unternehmen. Die im Parcel Data Hub gespeicherten Daten könnten von allen Software-Lösungen, unabhängig vom Anbieter, genutzt werden.

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