Pilotprojekt: Seifert Logistics setzt auf vollelektrische Terminalzugmaschine

Eine elektrische Terminalzugmaschine, die im Werksverkehr am Standort Rastatt getestet wurde, soll künftig im Schichtbetrieb als vollwertiges Fahrzeug eingesetzt werden.

Einsatz im Schichtbetrieb bei Seifert Logistics. (Foto: Seifert Logistics)
Einsatz im Schichtbetrieb bei Seifert Logistics. (Foto: Seifert Logistics)
Therese Meitinger
(erschienen bei Transport von Christine Harttmann)

Der Ulmer Logistikdienstleister Seifert Logistics hat an seinem Standort in Rastatt eine vollelektrische Terminalzugmaschine getestet. In einer zweiwöchigen Probephase wurden die elektrischen Fahrzeuge einer Pressemitteilung vom 4. August zufolge im Livebetrieb eingehend geprüft.

Firmenchef Axel Frey erklärt dazu:

„Innovation und Digitalisierung gehören für uns zur Firmenphilosophie, daher ist es unser Anspruch bei der nachhaltigen Entwicklung in der gesamten Logistikbranche vorne dabei zu sein.“

Bei allem Fortschritt würden aber dennoch, so der Logistikdienstleister, Zahlen, Daten und Fakten zählen, wenn es darum gehe, die Kunden mit ins Boot zu holen.

„Auch nachhaltige und innovative Technologien müssen einen Nutzen bringen und im jeweiligen Anwendungsfall auch praktikabel sein, um langfristig eingesetzt zu werden“, so Frey.

Die elektrische Terminalzugmaschine soll im Schichtbetrieb als vollwertiges Fahrzeug eingesetzt werden und nach dem Testlauf am Standort in Rastatt das Rangieren von Trailern übernehmen. Sie erreicht Firmenangaben zufolge Geschwindigkeiten von bis zu 25 km/h und hat eine vollelektrische Einsatzdauer von fünf bis sieben Stunden. Durch den Wechsel der Batterie, der laut den Angaben nur fünf Minuten in Anspruch nimmt, soll der 24/7-Einsatz gewährleistet werden.

Die Pilotphase in Rastatt habe gezeigt, dass der Einsatz der umweltfreundlichen Modelle im entsprechenden Anwendungsfall bereits heute eine echte Alternative gegen die klassischen Zugmaschinen bieten könne, ergänzt Frey.

Nachhaltigkeit als Wettbewerbsfaktor

Seifert Logistics reagiert damit Eigenaussagen zufolge auf die aktuellen Veränderungen im Markt und will seine Position im Markt sichern. Man sei zudem überzeugt, als Unternehmen von E-Mobilität zusätzlich zu profitieren und nennt in diesem Zusammenhang Verbesserungen bei Nachhaltigkeit und Klimaneutralität, heißt es. Die Nachfrage nach nachhaltigen und klimaneutralen Logistikkonzepten steige, so Frey.

 

„Ein Teil unserer Fahrzeugflotte für Kurzstrecken und Shuttle-Verkehre soll in den kommenden Jahren durch alternative Antriebe abgedeckt werden“, erklärt Fuhrparkleiter Wolfgang Schnalzger.

Das Unternehmen ist nach Eigenaussage im permanenten Austausch mit Herstellern und Lieferanten, um neben dem Einsatz im Werksverkehr auch im generellen Straßentransport nachhaltige Alternativen in den Regelbetrieb aufnehmen zu können. Hierfür wartet das Ulmer Unternehmen noch auf die Serienproduktion von elektrischen und wasserstoffbetriebenen 40-Tonnen-Sattelzugmaschinen.

Printer Friendly, PDF & Email