Pick-by-Voice: Lydia optimiert E-Commerce-Versand bei Eismann

Sprachlösung sortiert Aufträge in Kommissionierwellen, um Zeit zu sparen.

Trockenprodukte, Tiefkühl- und Frischwaren werden bei Eismann in Niederkrüchten mithilfe des Sprachsystems Lydia von Topsystem gepickt. (Foto: Topsystem)
Trockenprodukte, Tiefkühl- und Frischwaren werden bei Eismann in Niederkrüchten mithilfe des Sprachsystems Lydia von Topsystem gepickt. (Foto: Topsystem)
Sandra Lehmann

Der auf Heimbestellungen spezialisierte Tiefkühl- und Frischekostanbieter Eismann nutzt für die verbesserte Abwicklung seines E-Commerce-Geschäftes die Pick-by-Voice-Anwendung „Lydia Voice“ von Topsystem Systemhaus GmbH. Wie der Technologieanbieter mitteilt, kommt die Lösung am Logistikstandort Niederkrüchten zum Einsatz, wo die Wilms Tiefkühl-Service GmbH unter anderem Aufträge von Eismann abwickelt. Dort ist Lydia Voice laut Anbieter zu 100 Prozent in SAP implementiert.

„Damit die Mitarbeiter nicht jeden Auftrag einzeln picken, fasst das System mehrere Einzelkunden zu einer Kommissionierwelle zusammen. Die Bildung dieser Kommissionierwelle erfolgt unter anderem nach dem für die Auslieferung zuständigen Versanddienstleister“, erklärt Carl Wanders, Leiter Demand und Supply Planning bei Eismann.

Diese Vorgehensweise spare später Zeit bei der Übergabe, da die Mitarbeiter die Pakete nicht mehr nach dem jeweiligen Versanddienstleister sortieren. Lydia ordnet laut Topsystem die Kommissionierwellen automatisch einem Mitarbeiter zu. Sobald dieser sich im System anmeldet, teilt ihm die Anwendung mit, wie viele Kartons er insgesamt packen muss. Das sei wichtig, da auf einen Kunden auch mehrere Kisten kommen können und dies für die Berechnung der vorhandenen Kapazitäten auf dem Kommissionierwagen eine Rolle spielt. Der Picker erhält von Lydia – die wiederum alle relevanten Informationen aus dem SAP-System zieht – den Hinweis, in welchem Fach das bestimmte Produkt lagert, in welcher Stückzahl er den Artikel entnehmen und in welchen Karton er ihn legen soll. Jeder Schritt werde vom Kommissionierer entweder durch das Einsprechen einer Prüfziffer oder durch einen Scanvorgang verifiziert.

Dabei kann eine Kundenbestellung Waren aus mehreren Temperaturzonen enthalten. Die Lagerbereiche für das Tiefkühl-, Trocken- und Ultrafrischesortiment sind in Niederkrüchten baulich klar voneinander getrennt. Damit die Mitarbeiter nicht zeitaufwändig durch alle drei Temperaturräume laufen müssen, splittet Lydia den Kundenauftrag in die unterschiedlichen Positionen und verteilt diese auf die entsprechenden Temperaturzonen. Das System weist jedem Picker samt Kommissionierwagen eine Temperaturzone zu, sodass an drei Orten parallel gearbeitet werden kann.

Das System informiert

In der Versandabteilung schließlich treffen die in den verschiedenen Lagerbereichen gepickten Waren für die Kundenaufträge einer Kommissionierwelle wieder zusammen. Sobald der Mitarbeiter eine Kiste einscannt, informiert ihn das System per Monitor über den Kundennamen inklusive Hinweis, ob zur Bestellung noch weitere Artikel gehören. Letzterer Angabe kommt eine besondere Bedeutung zu, da der Mitarbeiter dadurch direkt einen Versandkarton in der passenden Größe wählen kann, so Topsystem.

Die Vorteile der Versandlösung liegen für Wanders klar auf der Hand: „Wir sparen Zeit, Versandkosten und Verpackungsmaterial, da wir alle Artikel in ein Paket konsolidieren. Wir haben außerdem mit Blick auf fehlerhafte Lieferungen so gut wie keine Reklamationen. Auch im Kommissionierprozess ist die Fehlerquote sehr niedrig.“

Printer Friendly, PDF & Email