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Philippinen: Logistische Mammutaufgaben

Zerstörte Infrastruktur behindert Auslieferung der Hilfsgüter.
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Thilo Jörgl

Zerstörte Airports, kaputte Hafenanlagen, umgeknickte Bäume auf Landstraßen. Die zerstörte Infrastruktur auf den Philippinen nach dem Taifun-Unglück behindert die internationalen Hilfsorganisationen dabei, Hilfsgüter zu verteilen. Nach Angaben der philippinischen Regierung benötigen etwa 4,3 Mio. Menschen Hilfe. Noch immer sind abgelegene Regionen von der Außenwelt abgeschnitten. Bundesaußenminister Guido Westerwelle kündigte als ersten Schritt 500.000 Euro Soforthilfe an. Deutschland sei auch zu weiterer Hilfe bereit, betonte er.

Vom Frankfurter Airport aus wurden am 10. November rund 25 Tonnen Hilfsgüter auf die Philippinen geflogen. An Bord der Lufthansa-Maschine waren nach Angaben der Airline mehr als 5.000 Decken, 3000 Zelte sowie Medizintechnik. Das Hilfspaket sei gemeinsam mit den Organisationen World Vision und I.S.A.R Germany geschnürt worden. Ein Flugkapitän habe angeregt, ungenutzten Frachtraum in der Maschine kostenlos zur Verfügung zu stellen. Auch Experten des Technischen Hilfswerks THW waren auf dem Weg.

Logistische Unterstützung kommt auch von der Deutschen Post. Der gelbe Riese betreibt seit einigen Jahren ein Hilfsprogramm mit sogenannten Desaster-Response-Teams. Diese Mitarbeiter helfen in Katastrophengebieten, Hilfsgüter umzuschlagen, wie LOGISTIK HEUTE in der Oktober-Ausgabe 2010 berichtete. Sie sind binnen 72 Stunden einsatzbereit. Derzeit koordinieren sich die Hilfsorganisationen, damit es in der Logistik zu keinen Überlappungen kommt. Der Malteser Hilfsdienst betont, dass zwar jede Organisation einen eigenen Krisenplan habe. Ohne Absprache mit allen internationalen Helfern laufe vor Ort aber nichts. Koordinationsstelle der logistischen Prozesse ist die UN-Stelle zur Koordinierung humanitärer Angelegenheiten, kurz OCHA, die einen Masterplan erstellt.

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