Pharmalogistik: Movianto bekommt Auftrag von AstraZeneca

Das auf die Healthcare-Branche spezialisierte Unternehmen Movianto ist bereits in Frankreich, Großbritannien sowie den Niederlanden im Logistikbereich für AstraZeneca tätig.

Am größten deutschen Movianto-Standort in Neunkirchen werden nun auch Produkte von AstraZeneca gelagert, kommissioniert sowie versendet. (Foto: Movianto)
Am größten deutschen Movianto-Standort in Neunkirchen werden nun auch Produkte von AstraZeneca gelagert, kommissioniert sowie versendet. (Foto: Movianto)
Therese Meitinger
(erschienen bei LOGISTRA von Johannes Reichel)

Der Pharmakonzern AstraZeneca hat den Logistikdienstleister Movianto mit der zentralen Lagerung sowie der Auslieferung seiner Pharmaprodukte in Deutschland beauftragt. Das besagt eine Pressemitteilung vom 10. November. Das auf die Healthcare-Branche spezialisierte Unternehmen Movianto, das bereits in Frankreich, Großbritannien sowie den Niederlanden im Logistikbereich für AstraZeneca tätig ist, erhielt demnach im Sommer 2020 auch für Deutschland den Zuschlag. Von seinem Standort in Neunkirchen im Saarland lagert und verteilt der Logistiker nun die Waren des Pharmaunternehmens.

„Mit Movianto haben wir einen Partner gewinnen können, der über 25 Jahre Erfahrung in der Arzneimitteldistribution verfügt und die Versorgung mit unseren Arzneimitteln auch künftig sicherstellen wird“, so Robert Tubis, Leiter Sales Service von AZ.

Dennis Spamer, Geschäftsführer von Movianto Deutschland, zufolge liege eine Kernanforderung dieses Auftrags in der produktspezifischen Behandlung je nach der entsprechenden Sensibilität verschiedener Waren. Aus dem Zentrallager in Neunkirchen werden zudem nicht nur Apotheken direkt beliefert, sondern auch der Pharmagroßhandel und Krankenhäuser.

„Dadurch haben wir sowohl kleinere Paketsendungen mit relativ wenigen Posten als auch Großbestellungen auf Paletten“, erläutert Spamer.

Aus diesem Grund seien für den Kunden unterschiedliche Kommissionierungs- und Versandstrategien entwickelt worden, die parallel angewendet werden. Die Logistiklösung beinhaltet zudem einen speziellen Plan zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs auch in Notfällen (Business * Continuity Plan – BCP) sowie IT-gesteuerte Prozesse zur Erhöhung der Fälschungssicherheit von Medikamenten.

„Für den BCP fungiert unser Standort in Kist bei Würzburg als Ausweichstandort. Wir halten dort Reservekapazitäten vor und sind in der Lage, Waren innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne, statt von Neunkirchen von Kist aus zu versenden“, führt Spamer weiter aus.

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