Pharmalogistik: Litauischer Großhändler Limedika nutzt neue Taschensorteranlage von Knapp

Das pharmazeutische Großhandelsunternehmen Limedika mit Hauptsitz in Kaunas, Litauen, hat die vollautomatische Taschensorteranlage der Serie AutoPocket von Knapp eingeführt. Diese Anlage gibt Artikel automatisch, bei voller Fahrt und an jeder Stelle des Lagers ab.

Limedika setzt eine Taschensorteranlage von Knapp ein: Die Artikel aus den E-Commerce-Bestellungen kommen dabei aus unterschiedlichen Lagerplätzen und werden an den Beladestationen einzeln in die Taschen abgegeben. (Bild: Knapp, Niederwieser)
Limedika setzt eine Taschensorteranlage von Knapp ein: Die Artikel aus den E-Commerce-Bestellungen kommen dabei aus unterschiedlichen Lagerplätzen und werden an den Beladestationen einzeln in die Taschen abgegeben. (Bild: Knapp, Niederwieser)
Gunnar Knüpffer

Das pharmazeutische Großhandelsunternehmen Limedika mit Hauptsitz in Kaunas, Litauen, benötigte eine Erweiterung seines bereits bestehenden Logistikzentrums. Aus diesem Grund gründeten Limedika und sein Partner Knapp ein Team aus Design Engineers und Softwarespezialisten mit dem Ziel, eine Logistiklösung für unterschiedliche Auftragsstrukturen und rasche Auslieferungszeiten bei  einer möglichst kleinen Fehlerquote zu erarbeiten, kommunizierte Knapp am 27. Mai gegenüber der Öffentlichkeit.

Als Ergebnis integrierten sie eine Taschensorteranlage der Serie „AutoPocket“ in die bestehende Lagerlogistik. Diese Anlage, die im Januar 2024 in Betrieb genommen wurde, biete eine vollautomatisierte Auftragszusammenführung, eine effiziente Multi-Channel-Auftragsabwicklung, eine lückenlose Dokumentation und ein flexibles Design mit Spielraum für weiteres Wachstum, teilte der Technologiepartner mit.

Im Wesentlichen blieb dabei die bestehende Struktur eines klassischen Pharma-Lagers aus Schnelldrehautomaten, Fachbodenregalen sowie Kontroll- und Versandstationen unverändert bestehen. Hauptsächlich Aufträge der Kategorie Click & Collect für Apotheken als auch Artikel aus E-Commerce-Bestellungen, die direkt an den Verbraucher geliefert werden, kommen gesammelt aus den unterschiedlichen Lagerplätzen und werden an den Beladestationen einzeln in die Taschen des „AutoPocket“-Systems abgegeben. Die „AutoPocket“ ermöglicht es dabei laut Knapp, an jeder Stelle im Lager Waren automatisch und genau abzugeben, ohne dabei die Geschwindigkeit zu reduzieren oder anzuhalten. Weitere Features ermöglichen Limedika eine effiziente Batch-Kommissionierung bei Nachverfolgung der Serien- und Chargennummern.

Die Kombination „AutoPocket und klassische Pharmagroßhandel-Logistik ist einzigartig. Wir sind stolz, dass wir Geschichte schreiben durften und überglücklich über die Performance, die hält, was versprochen wurde“, sagte Arûnas Grigaliûnas, Director Logistics Limedika.

Während das Warehouse Management System (WMS) von Limedika bereitgestellt wird, ist das Warehouse Control System (WCS) Teil der Knapp-Lösung. Um den technischen Zustand der gesamten Anlage zu überwachen, wurde zusätzlich die Software „KiSoft SCADA“ implementiert. Neben dem aktuellen Zustand visualisiert diese Software alle Anlagenkomponenten und informiert über den Betriebszustand. Besonders schnelles Reagieren ermöglicht „KiSoft SCADA“ im Falle eines Störfalls, da das Problem lokalisiert werden kann. Dieses skalierbare Konzept öffnet dem „AutoPocket“-Taschensystem nach Angaben von Knapp neue Anwendungsmöglichkeiten für die Pharmabranche.