Pharma: Wunsch nach nachfragegesteuerter Lieferketten-Planung

Supply Chain Manager fordern andere Strategien als nur Konzentration auf Vorhersagegenauigkeit.
Thilo Jörgl

Supply Chain Manager in Pharmaunternehmen sind beunruhigt, weil die Lieferketten der Konzerne nicht ausreichend gegen Nachfrageschwankungen gesichert sind. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Mannheimer Consultingunternehmens Camelot unter 100 Führungskräften internationaler Pharmakonzerne. In der Analyse heißt es weiter, dass die Hersteller von Pillen & Co. vor allem die Optimierung der Vorhersagegenauigkeit im Auge haben. Die befragten Supply-Chain-Verantwortlichen der Pharmaindustrie halten dagegen ganz andere Maßnahmen für wichtig – so etwa eine getaktete Produktion und Anlagenauslastung („levelled production and utilization“).

Außerdem befürworten laut Camelot zahlreiche Befragte eine „nachfragegesteuerte Supply-Chain-Planung“, obwohl ihre Unternehmen ein solches Konzept gar nicht geplant haben. Diese Diskrepanz zeigt sich auch im Bereich „getaktete Produktion und Anlagenauslastung (levelled production and utilization)“: Was ein Drittel der Befragten als vielversprechend erachtet, ist jedoch nur bei einem Viertel der Unternehmen für die nahe Zukunft tatsächlich geplant.

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