Personal: Logistiker soll Greuther Fürth retten

Ludwig Preis wird Interimstrainer bei abstiegsgefährdeten Franken.
Thilo Jörgl

Nach der Entlassung von Coach Mike Büskens hat der abstiegsgefährdete Erstligaclub Greuther Fürth einen Logistiker als Interimstrainer engagiert. Ludwig Preis, hauptberuflich Leiter der Abteilung Logistik und Zoll beim Tee-Spezialisten Martin Bauer im fränkischen Vestenbergsreuth, soll die Trendwende beim Tabellenletzten einleiten. Preis wurde von Helmut Hack gefragt, ob er für rund zwei Wochen als Ersthelfer für die fränkischen Kicker zur Verfügung stünde. Hack ist nicht nur Präsident von Greuther Fürth, sondern gleichzeitig einer der Geschäftsführer der Martin Bauer Holding GmbH & Co. KG und somit Vorgesetzter von Preis.

Der Interimstrainer des Erstligisten hat einen kuriosen Aufstieg hinter sich: Bis Dezember 2012 betreute der 41-jährige den Regionalligisten SC Eltersdorf aus einem Stadtteil von Erlangen. Diese Aufgabe schmiss der zweifache Familienvater aber wegen seines Berufs hin. Kurz darauf wurde er Trainer der U23 der SpVgg Greuter Fürth. Jetzt ist er Übergangstrainer des Bundesligaclubs, bis das Management einen neuen Coach gefunden hat.

Für seine Aufgabe hat Preis in seiner Firma Sonderurlaub bekommen. Einen Achtungserfolg konnte der Logistiker schon erzielen: Gegen Bayer Leverkusen erkämpften sich die Fürther immerhin ein torloses Unentschieden. Seinen Mangel an Erfahrung sieht Logistiker Preis ziemlich locker: „Der Ball im Profibereich ist auch rund“, sagte gegenüber Journalisten.

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