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Wie sich Arbeitszeitmodelle im Logistik- und Verkehrssektor demografieorientiert gestalten lassen, untersuchen Wissenschaftler der Essener FOMHochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige Gesellschaft mbH. Am Projekt „Demografie-Monitor sowie nachhaltige Forschung und Gestaltung des Demografischen Wandels bei Beschäftigten im Logistik- und Verkehrssektor“ (DO.WERT) beteiligen sich Experten aus Logistik, Personal und Arbeitsorganisation sowie Statistik. Das interdisziplinäre Forschungsteam setzt sich aus Vertretern der FOM-Institute IAP Institut für Arbeit & Personal, ILD Institut für Logistik- und Dienstleistungsmanagement und KCS Kompetenzcentrum für Statistik und Empirie zusammen.

Ausgangspunkt des Vorhabens ist der sich abzeichnende Fachkräftemangel unter Berufskraftfahrern. „Das Durchschnittsalter beim Fahrpersonal liegt aktuell zwischen 43 und 48 Jahren. Das heißt: In den kommenden 15 Jahren werden ein Drittel der Fahrer altersbedingt ausscheiden“, nennt ILD-Direktor Prof. Dr. Matthias Klumpp konkrete Zahlen. „Dieser Mangel wird mittelfristig auch die gewerblichen Fachkräfte im Logistik- und Verkehrssektor treffen“, prognostiziert er.

Um arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse in die Unternehmenspraxis einzubinden, setzt das Projektteam zunächst Strukturen für die Zusammenarbeit mit interessierten Unternehmen auf. Anschließend wollen die Experten eine Ist-/Soll-Analyse durchführen und Bedarfe ermitteln.

Das Projekt ist am 1. Januar 2013 gestartet und wird 2013/14 vom Land Nordrhein-Westfalen mit einem Betrag in Höhe von rund 240.000 Euro gefördert.

(akw)
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