Paletten: EPAL-Ladungsträger auch nach dem Brexit einsetzbar

Holzpaletten der Organisation entsprechen allen durch die britische Regierung festgelegten Normen.

EPAL-Paletten entsprechen der ISPM15-Norm und damit den Vorgaben der britischen Regierung für den Warentransport nach dem Brexit. (Foto: EPAL)
EPAL-Paletten entsprechen der ISPM15-Norm und damit den Vorgaben der britischen Regierung für den Warentransport nach dem Brexit. (Foto: EPAL)
Sandra Lehmann

EPAL-Ladungsträger erfüllen nach Eigenangaben alle Vorgaben der britischen Regierung für einen gesicherten und reibungslosen Warentransport und können auch nach dem Brexit uneingeschränkt eingesetzt werden. Das teilte die European Pallet Association e.V. (EPAL) Ende Oktober der Öffentlichkeit mit.

Norm für Pflanzengesundheit eingehalten

Bereits im Juli 2020 habe das Vereinigte Königreich neue Bestimmungen zum Im- und Export von Waren nach dem Brexit veröffentlicht. Dabei sei für alle Holzverpackungen und Transportmittel aus Holz festgeschrieben worden, dass sie die Anforderungen des „ISPM 15“ erfüllen müssen. Dieser Internationale Standard für Pflanzengesundheitliche Maßnahmen für Holzverpackungen im internationalen Warenverkehr diene dem Schutz heimischer Wälder vor Schädlingen und trat 2002 in Kraft. Seit 2009 gibt es eine überarbeitete Version des ISPM 15.

Hitzebehandlung gegen Schädlinge

Schon seit 2010 sind der Organisation zufolge alle EPAL-lizenzierten Hersteller und Reparaturbetriebe zur Einhaltung des ISPM 15 Standards verpflichtet. Im technischen Regelwerk der EPAL ist die Behandlung gemäß den Vorschriften festgelegt. Alle EPAL-Paletten würden in Trockenkammern hitzebehandelt und für mindestens 30 Minuten auf eine Kerntemperatur von 56 Grad Celsius erwärmt. Durch den Mittelklotzeinbrand mit dem IPPC-Zeichen, dem Kürzel HT für Heat Treatment und der Nummer der zuständigen Pflanzenschutzbehörde kann der ISPM 15 Standard eindeutig identifiziert werden.

„Der Brexit stellt die gesamte Logistik- und Verpackungsbranche vor große Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, dass EPAL-Ladungsträger weiterhin das Rückgrat der internationalen Supply Chains bilden können. Die Ladungsträger aller EPAL-Lizenznehmer sind schon lange Brexit-Approved und können bedenkenlos im Im- und Export zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union eingesetzt werden“, so Suzane Giurlando, Geschäftsführerin von EPAL Deutschland.

Hintergrund: Das Dokument der britischen Regierung mit dem Titel „Die Grenze zur Europäischen Union - Import und Export von Waren“ umfasst einen 3-Stufen-Plan, der den Im- und Export zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union regelt. Im Rahmen des Austrittsabkommens zum Brexit wurde ein Übergangszeitraum bis zum 31. Dezember 2020 beschlossen, wodurch sich die zollrechtlichen Standards bis Ende 2020 nicht ändern. Zum 01. Januar 2021 verlässt das Vereinigte Königreich endgültig den EU-Binnenmarkt und die Zollunion. Je nach Vereinbarung kann es dann noch zu grundlegenden Änderungen im Warentransport kommen.

Printer Friendly, PDF & Email