Paketzentrum: DHL bringt Sortiertechnik für kleinere Pakete

Die Verteilanlage „Mittelformatsorter“ für kleine und mittelgroße Pakete soll in Greven die Bearbeitung von 14.000 Sendungen pro Stunde zusätzlich erlauben.

Nahmen den Mittelformatsorter in Greven in Betrieb (von links nach rechts): Tobias Meyer (Deutsche Post DHL), Ingo Kutsch (Deutsche Post DHL) und Dietrich Aden (Bürgermeister der Stadt Greven). (Foto: Deutsche Post DHL)
Nahmen den Mittelformatsorter in Greven in Betrieb (von links nach rechts): Tobias Meyer (Deutsche Post DHL), Ingo Kutsch (Deutsche Post DHL) und Dietrich Aden (Bürgermeister der Stadt Greven). (Foto: Deutsche Post DHL)
Therese Meitinger

Die Deutsche Post DHL Group hat am 11. November in ihrem Paketzentrum in Greven laut einer Pressemitteilung eine neue Sortiertechnik für kleine und mittelgroße Pakete in Betrieb genommen. Tobias Meyer, Konzernvorstand für den Post- und Paketbereich der Deutsche Post DHL Group, startete demnach den neuen „Mittelformatsorter“ gemeinsam mit dem für die Region Münster zuständigen Post & Paket-Niederlassungsleiter Ingo Kutsch und dem Bürgermeister der Stadt Greven, Dietrich Aden.

„Wir möchten auch bei stark steigenden Sendungsmengen die Pakete unserer Kunden gewohnt zuverlässig und schnell bearbeiten. Deshalb erweitern wir deutschlandweit unsere Sortierkapazität. Die neue Sortiertechnik im Paketzentrum Greven ist dabei ein wesentlicher Baustein. Auch im diesjährigen Vorweihnachtsgeschäft mit traditionell hohen Paketmengen wird der neue Mittelformatsorter eine wichtige Ergänzung unseres Paketnetzes sein“, erklärt Tobias Meyer.

Der vom Intralogistikanbieter Beumer Group entwickelte Mittelformatsorter ist speziell für die Bearbeitung kleiner und mittelgroßer Sendungen ausgerichtet. Die neue Verteilanlage ist nach Firmenangaben die erste ihrer Art und ermöglicht eine noch effizientere Sortierung, indem die wachsende Zahl kleiner und mittelgroßer Pakete separat im neuen Anbau des Paketzentrums bearbeitet werden kann. Somit schafft der Mittelformatsorter DHL zufolge eine zusätzliche Sortierkapazität von 14.000 Sendungen pro Stunde. Im Paketzentrum Greven könnten dadurch nun rund 46.000 Pakete pro Stunde bearbeitet werden, so DHL. Bislang seien es 32.000 Pakete gewesen.

Anlagentechnik soll auch in anderen Zentren zum Einsatz kommen

Für den Einbau der Technik war der Mitteilung zufolge ein insgesamt 126 x 35 Meter großer Anbau des Paketzentrums nötig, der Mitte dieses Jahres fertiggestellt wurde. Der Anbau schließt demnach die bisherige U-Form des Standortes. Im ersten Quartal 2022 soll eine derzeit im Aufbau befindliche Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von rund 267 Kilowatt-Peak in Betrieb gehen wird, die zu einer klimafreundlichen Energieversorgung des Standortes beitragen soll. Das Paketzentrum Greven selbst ist seit August 1994 Bestandteil des bundesweiten Paketnetzes der Deutsche Post DHL Group, das aktuell aus 37 DHL-Paketzentren besteht.

Die neue Anlagentechnik soll bis 2023 neben dem Pilotstandort in Greven in insgesamt acht weiteren Paketzentren zum Einsatz kommen, unter anderem in Regensburg, Speyer, Neuwied und Neumünster. Insgesamt investiert die Deutsche Post DHL nach Eigenangaben rund 250 Millionen Euro in den Einbau der neuen Anlagentechnik.

„Wir werden unser Paketnetz bei wachsenden Sendungsmengen auch in Zukunft weiter ausbauen. Dabei werden wir einen besonderen Schwerpunkt darauf legen, unsere Prozesse noch digitaler und nachhaltiger zu machen, um unseren Kunden den bestmöglichen Service zu bieten“, erklärt Tobias Meyer.

Allein in diesem Jahr könne die Deutsche Post DHL Group im Vergleich zum Vorjahr rund 160.000 Päckchen und Pakete pro Stunde zusätzlich in ihrem bundesweiten Paketnetz bearbeiten, heißt es. Neben dem Mittelformatsorter in Greven wird dies durch den Einsatz neuer Sortiertechnik auch in einigen Briefzentren sowie den Probebetrieb des neuen DHL-Paketzentrums in Ludwigsfelde bei Berlin ermöglicht.

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