Ortungsstandard: Weltweit erstes omlox-Prüflabor geht an den Start

Hersteller von Ortungstechnologien können ihre Produkte dort gemäß des omlox-Standards unabhängig testen lassen.

Die geplante europäische Lieferkettendirektive CSDDD soll sicherstellen, dass Menschenrechte entlang internationaler Lieferketten gewahrt bleiben. (Foto: Markus Scholz/dpa)Von links: Florian Hufen, Florian Jungbluth, Harry Fast und Dr.-Ing. Holger Flatt. (Bild: Fraunhofer IOSB-INA)
Die geplante europäische Lieferkettendirektive CSDDD soll sicherstellen, dass Menschenrechte entlang internationaler Lieferketten gewahrt bleiben. (Foto: Markus Scholz/dpa)Von links: Florian Hufen, Florian Jungbluth, Harry Fast und Dr.-Ing. Holger Flatt. (Bild: Fraunhofer IOSB-INA)
Therese Meitinger

Im November 2023 ist das weltweit erste „omlox“-Prüflabor an den Start gegangen, wie eine Pressemitteilung vom 13. Februar berichtet. Profibus & Profinet International (PI) erteilte dem Institutsteil für industrielle Automation INA des Fraunhofer IOSB (IOSB-INA)  in Lemgo demnach die Zulassung als PI-Testlabor für omlox. Damit können PI-Angaben zufolge Hersteller von Ortungstechnologien ihre Produkte gemäß des omlox-Standards in einem unabhängigen Prüflabor testen lassen. Auf Grundlage von positiven Testberichten erstelle das PI-Certification Office Zertifikate, heißt es. Durch den Einsatz von zertifizierten Produkten in Anlagen soll ein hohes Maß an Interoperabilität erreicht werden.

Die herstellerunabhängige Technologie omlox wird in ihrer Funktion und in ihren Schnittstellen durch Standards beschrieben. Damit die Komponenten (Hardware und Software) verschiedener Hersteller miteinander in einem System funktionieren, müssen die Komponenten exakt gemäß den Standards implementiert werden. Ist dies der Fall, spricht man von Konformität. Diese muss überprüft werden, um für Anwender eine hohe Systemqualität und Nutzbarkeit gewährleisten zu können. Im weltweit ersten Prüflabor für omlox wird diese Konformität der Pressemitteilung zufolge ab sofort getestet und bestätigt, damit Komponenten eine omlox-Zertifizierung erhalten können.

omlox soll eine technologie- und herstellerunabhängige Bereitstellung von Lokalisierungsinformationen in Produktionsumgebungen ermöglichen. Verschiedene Lokalisierungstechnologien – wie beispielsweise Ultrabreitbandfunk (kurz UWB, welcher bei Lokalisierungssystemen aufgrund seiner Robustheit weit verbreitet ist), 5G, RFID, QR-Codes oder GPS – können PI-Angaben zufolge in einem omlox-System gemeinsam und mit standardisierten Schnittstellen genutzt werden. Außerdem soll der Standard gewährleisten, dass sogenannte omlox-Satelliten (Bestandteile der Lokalisierungsinfrastruktur in einem Gebäude) mit den omlox-Tags (Geräte, die über Signale lokalisiert werden) herstellerunabhängig interagieren können.

Auf Basis von omlox-zertifizierten Produkten können Anwender der Pressemitteilung zufolge damit herstellerneutrale Ortungssysteme realisieren.