Onlinehandel: Böttcher wächst in Jena

Die Büromarkt Böttcher AG investiert rund 85 Millionen Euro in eine mehrgeschossige Logistikhalle mit Bürokomplex.

Böttcher setzt in Jena auf eine mehrgeschossige Halle mit automatisiertem Hochregallager. (Foto: Böttcher AG)
Böttcher setzt in Jena auf eine mehrgeschossige Halle mit automatisiertem Hochregallager. (Foto: Böttcher AG)
Melanie Wack
(erschienen bei LOGISTRA von Tobias Schweikl)

Die Böttcher AG erweitert die Fläche ihres bestehenden Logistikzentrums in Jena von 16.000 auf 90.000 Quadratmeter. Um die vorhandene Fläche optimal auszunutzen, soll die neue Logistikhalle vier Stockwerke in die Höhe wachsen. Der Grund: In Jena stünden der anhaltend starken Nachfrage nach Neubauten aktuell knappe Flächen und hohe Bodenpreise gegenüber, heißt es in einer Mitteilung des Planungs- und Beratungsunternehmen Drees & Sommer SE, das den Neubau begleitet. Zudem spare es Zeit, die Waren in einem zentralen Lager vorzuhalten und nicht auf mehrere flächenintensive Bauten in der Umgebung zu verteilen. Die Fertigstellung der Logistikhalle und des Bürokomplexes sei für Mitte 2021 geplant. Die vollständige Inbetriebnahme soll nach einer Anlaufphase der Logistik Mitte 2022 beginnen.

„Die Betriebskosten einer Logistikimmobilie setzen sich hauptsächlich durch Warenkommissionierung und Laufwege des Personals zusammen. Verteilen sich die Waren über mehrere Etagen, sind neue Gebäudekonzepte für einen wirtschaftlichen Betrieb gefragt“, erklärt Janine Zimmermann, Head of Logistics bei Drees & Sommer. „Hier werden vor allem Automatisierungslösungen immer wichtiger, um Prozesse zu verschlanken.“

Bis zu 100.000 Pakete pro Tag

So auch bei Böttcher: ein automatisiertes Hochregallager soll helfen, die Zielmarke von bis zu 100.000 Paketen pro Tag zu erreichen. Zwischen den Regalen bewegen sich künftig fahrerlose Regalbediengeräte. Schwere Pakete müssen künftig nicht mehr von Hand angehoben und einsortiert werden. Diese Aufgabe übernehmen die automatisierten Helfer.

Mit Erholungsräumen

Für das neue Verwaltungsgebäude wurde laut Mitteilung die passende Mischung an Basis-, Kommunikations-, Konzentrations- und Infrastrukturflächen durch ein ganzheitliches Workplace Consulting ermittelt. Darüber soll der Neubau auch Erholungsräume, Restaurants und Parkmöglichkeiten für Fahrräder und Elektroautos bieten.

„Die Mitarbeiter spielen bei der Gestaltung des Neubaus eine wichtige Rolle und können ihre Meinungen und Vorschläge aktiv einbringen“, so Geschäftsführer Udo Böttcher. „Neben einem modernen Arbeitsplatz bieten wir der Belegschaft somit eine Vielzahl an Benefits wie eine große Dachterrasse, Fitnessstudio, Massagen, Ruheraum, Friseur oder auch eine Kantine und Cafeteria.“

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