Offener Brief: Kühllogistik fordert Energiebeihilfen

Der Verband Deutscher Kühlhäuser & Kühllogistikunternehmen und das Deutsche Tiefkühlinstitut sehen vor allem die mittelständischen Unternehmen der energieintensiven Branche akut gefährdet.

Kühlhäuser zählen zu den Betrieben mit einem besonders hohen Energiebedarf. (Bild: VDKL)
Kühlhäuser zählen zu den Betrieben mit einem besonders hohen Energiebedarf. (Bild: VDKL)
Therese Meitinger

Die deutsche Tiefkühl- und Frischewirtschaft hat am 21. September in einem Offenen Brief an den Bundeskanzler und die Bundesregierung appelliert, die besonders energieintensiven mittelständischen Betriebe ihrer Branche angesichts der massiv gestiegenen Energiepreise finanziell zu unterstützen. Initiatoren des Schreibens sind das Deutsche Tiefkühlinstitut (DTI) und der Verband Deutscher Kühlhäuser & Kühllogistikunternehmen (VDKL).

„Die Lebensmittelwirtschaft erlebt gerade die schwerste Krise seit Ende des Zweiten Weltkrieges“, erklären DTI-Geschäftsführerin Sabine Eichner und Jan Peilnsteiner, Geschäftsführer des VDKL.

Insbesondere die energieintensive mittelständische Tiefkühl- und Frischewirtschaft stehe infolge der Energiekrise vor einer existenziellen Bedrohung, manche bereiten sich sogar schon auf eine mögliche Insolvenz vor, so die beiden Geschäftsführer. Und weiter:

„Es ist eine Minute vor zwölf! Wenn die Bundesregierung nicht umgehend handelt, drohen erhebliche Versorgungslücken bei der täglichen Lebensmittelversorgung der Menschen in Deutschland.“

Energiekostendämpfungsprogramm öffnen

Die Unterzeichner des Offenen Briefes fordern die Bundesregierung auf, die Sicherung der Energieversorgung „mit höchster Priorität“ voranzutreiben, die angekündigten Energiebeihilfen kurzfristig auf den Weg zu bringen und das Energiekostendämpfungsprogramm für die mittelständischen Unternehmen in der Kühl- und Tiefkühlkette zu öffnen.

Der Verband Deutscher Kühlhäuser und Kühllogistikunternehmen e.V. (VDKL) vertritt Eigenangaben zufolge mehr als 80 Prozent der gewerblichen Kühlhäuser in Deutschland. Mitglieder sind demnach Dienstleistungs-, Industrie- und Handelsunternehmen, die im Bereich der temperaturgeführten Logistik von Tiefkühl- und Frischeprodukten tätig sind.

Das Deutsche Tiefkühlinstitut e.V. (DTI) ist die Interessenvertretung und Kommunikationsplattform der deutschen Tiefkühlwirtschaft und vertritt nach Verbandsangaben 140 Mitglieder aus allen Teilen der Tiefkühlkette von Industrie über Logistik und Handel. Die Tiefkühlwirtschaft in Deutschland steht laut dem DTI für einen Umsatz von rund 15 Milliarden Euro.

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