Neues Format: H2EXPO & CONFERENCE widmet sich grünem Wasserstoff

Die Messe mit angeschlossener Konferenz findet parallel zur WindEnergy Hamburg statt.

Windenergie zur Erzeugung von grünem Wasserstoff einzusetzen ist einer der Ansätze, die auf der H2EXPO & CONFERENCE diskutiert werden sollen. (Foto: Hamburg Messe und Congress)
Windenergie zur Erzeugung von grünem Wasserstoff einzusetzen ist einer der Ansätze, die auf der H2EXPO & CONFERENCE diskutiert werden sollen. (Foto: Hamburg Messe und Congress)
Therese Meitinger

Das Forum H2EXPO & CONFERENCE, das 2022 zum ersten Mal parallel zur WindEnergy Hamburg stattfinden soll, nimmt die Erzeugung, Verteilung und Nutzung von grünem Wasserstoff in den Fokus. An vier Tagen, vom 27. bis zum 30. September, werde sich erstmals auf dem Hamburger Messegelände alles um die Zukunft der Energiewende mit grünem Wasserstoff drehen, heißt es in einer Pressemitteilung des Veranstalters vom 7. April.

Erwartet werden demnach etablierte Größen und junge Unternehmen der Branche, die über Produkte, Dienstleistungen und anwendungsreife Entwicklungen informieren. Auch Standorte wie Hamburg mit dem Cluster Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH), Hamburg Invest und Hamburg Marketing sollen ihre Strategien für eine Energiewende vorstellen.

Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress, betont:

„Grüner Wasserstoff ist das Zukunftsthema, das die Dekarbonisierung der Industrie mit finanzierbarer Energie greifbar macht. Mit der H2EXPO & CONFERENCE geben wir der wachsenden Wasserstoffwirtschaft eine Bühne und zeigen, dass eine Kombination aus umweltfreundlichen Technologien finanzierbare Energie für alle Bereiche unseres täglichen Lebens liefern kann.”

Vereinte Kräfte für die Energiewende

Grüner Wasserstoff als Energielieferant für Mobilität, Wärmeversorgung und industrielle Produktionen sei eines der zentralen Elemente auf dem Weg zu Klimaneutralität, argumentiert die Hamburg Messe. Das Marktpotenzial sei enorm. Doch es kann nach Überzeugung des Veranstalters nur gehoben werden, wenn fundiertes Ingenieurs-Know-how, Projektentwickler-Expertise und Start-ups auf staatliche und privatwirtschaftliche Investitionsbereitschaft treffen. Auch eine grenzübergreifende Zusammenarbeit biete Möglichkeiten für die sich global verändernden Energiemärkte und schaffe Versorgungssicherheit, heißt es in der Pressemitteilung. Auf der H2EXPO & CONFERENCE im September in Hamburg soll sich eine eigene Halle der Produktion, dem Transport und der Nutzung von Wasserstoff an Land und auf See widmen. Hinzu kommt ein viertägiges Konferenzprogramm, das sich an alle Besucher der Messe wendet.

Der grüne Wasserstoff wird durch Elektrolyseverfahren gewonnen, deren Energiebedarf komplett aus regenerativen Energien wie Sonnen- oder Windenergie gedeckt wird. Als Beispiel für die großskalige Produktion grünen Wasserstoffs aus Windkraft entsteht nach Angaben der Messe Hamburg aktuell vor der deutschen Nordseeküste: Hier treibe der Förderverein AquaVentus ein wegweisendes Vorhaben voran. Bis zum Jahr 2035 sollen mit Offshore-Windenergie zehn Gigawatt Erzeugerleistung generiert werden. Diese Energie soll den Betrieb der ebenfalls auf See entstehenden Elektrolyseanlagen für die Produktion von grünem Wasserstoff sicherstellen.