Neubau: Trans-o-flex nimmt neues Umschlagzentrum in Driedorf in Betrieb

Der Expressdienst des Logistikunternehmens hat den Betrieb des neuen rund 13 Millionen Euro teuren Umschlagzentrums in Hessen aufgenommen.

Das neue Trans-o-flex-Logistikzentrum im hessischen Driedorf liegt direkt neben einem Solarpark. (Foto: Trans-o-flex)
Das neue Trans-o-flex-Logistikzentrum im hessischen Driedorf liegt direkt neben einem Solarpark. (Foto: Trans-o-flex)
Melanie Endres
(erschienen bei Transport von Daniela Kohnen)

Der auf Transporte von Arzneimitteln und sensiblen Gütern spezialisierte Expressdienst Trans-o-flex hat am 4. Mai im hessischen Driedorf den Betrieb eines weiteren Logistikzentrums aufgenommen, das teilte das Unternehmen mit.

Das neue Umschlagzentrum mit einer Gesamtinvestition von rund 13 Millionen Euro ist im Driedorfer Gewerbegebiet Potsdamer Platz auf einem 41.649 Quadratmeter großen Grundstück entstanden, in dem Pakete und Paletten in zwei verschiedenen Temperaturzonen behandelt werden können. Trans-o-flex-Chef Wolfgang P. Albeck:

 „Durch den neuen Standort, dessen Betrieb wir trotz Corona heute planmäßig aufnehmen können, werden wir die Leistungsfähigkeit unserer Netzwerke trans-o-flex Express und ThermoMed weiter erhöhen und neue Synergien zwischen beiden Netzen schaffen.“

Laut Albeck könne das Unternehmen in Deutschland flächendeckend die Temperatur in der gesamten Logistikkette zwischen zwei und acht sowie zwischen 15 und 25 Grad Celsius aktiv überwachen, steuern und dokumentieren.

Bisher getrennte Standorte für den Transport von Kühlarzneimitteln (zwei bis acht Grad Celsius) im Netz von Trans-o-flex ThermoMed und von Medikamenten im Raumtemperaturbereich (15 bis 25 Grad Celsius) im Netz von Trans-o-flex Express würden damit am neuen Standort vereint.

Dafür sei in die Halle, in der Sendungen bei einer Temperatur zwischen 15 und 25 Grad Celsius sortiert und umgeschlagen würden, eine separate Kühlzelle für den Umschlag bei zwei bis acht Grad Celsius eingebaut worden. Während diese Kühlzellen von Anfang an über Klimaanlagen gesteuert würden, sei die übrige Halle so gebaut, dass sie die vorgegebene Temperatur an mehr als 80 Prozent aller Tage durch das Prinzip der freien Kühlung erreiche, hieß es. Die Temperierung der Halle werde dabei durch eine kontrollierte Be- und Entlüftung geregelt. Das spare Energie. Zur Absicherung des Temperaturbereichs von 15 bis 25 Grad Celsius werde man aber für extrem heiße Tage noch zusätzliche Klimatechnik installieren.

Am neuen Standort kann das Logistikunternehmen bei nur rund 5.000 Quadratmetern Hallenfläche mit insgesamt 81 Be- und Entladetoren arbeiten. Möglich macht das eine Y-förmige Bauweise, die den Flächenbedarf senkt und zugleich die Abwicklung optimiert. Albeck:

„Bei gleicher Umschlagfläche können wir in der Y-Bauweise im Vergleich zum klassischen Rechteck mehr Be- und Entladetore einbauen. Außerdem verkürzen wir in der Halle die Sortierwege und sparen dadurch im täglichen Betrieb Zeit.“

Insgesamt ist das Driedorfer Industriegebiet verkehrstechnisch gut angeschlossen. Die Fahrzeuge erreichen laut dem Unternehmen in einer Minute die Ost-West-Verbindung B255 und in neun Minuten die Süd-Nord-Verbindung A45 und müssen nicht durch den Ort Driedorf fahren.

Das Umschlagzentrum liegt zudem direkt neben einem Solarpark. Insgesamt bezieht der Logistiker laut eigenen Angaben seinen Strom seit 2008 fast ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen und dokumentiert in seinem jährlichen Nachhaltigkeitsbericht unter anderem Klimabilanz und CO2-Effizienz.Bis zum Jahr 2050 wolle man komplett klimaneutral arbeiten. Dafür gebe es an den Be- und Entladetoren schon Stromanschlüsse, um Fahrzeuge mit Ökostrom zu temperieren. Zusätzlich seien spezielle Anschlüsse für die Ladung batterieelektrischer Zustellfahrzeuge vorbereitet worden.

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