Neubau: „Next Generation Logistics“ für Weidmüller

Bis 2022 soll der Logistik- und Produktionsneubau bei dem Verbindungstechnikspezialisten fertiggestellt werden.

So soll das fertige Logistikzentrum von Weidmüller einmal aussehen. (Visualisierung: io-consultants)
So soll das fertige Logistikzentrum von Weidmüller einmal aussehen. (Visualisierung: io-consultants)
Melanie Wack

Weidmüller, ein Experte für industrielle Verbindungstechnik, errichtet einen neuen Logistikstandort mit dem Projekttitel „Next Generation Logistics (NGL)“ im thüringischen Hörselberg-Hainich bei Eisenach. Die Immobilie entsteht in der Nähe der bestehenden Produktionsstätte des Unternehmens und wird von io-consultants als Generalplaner realisiert, das hat io-consultants am 8. Februar in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Für die Realisierung von Logistik und IT konnte in der Ausschreibungsphase die Gebhardt Fördertechnik GmbH mit ihrem technischen Projektansatz überzeugen und als Projektpartner gewonnen werden, so die Angaben. Die Realisierung des Gebäudes erfolgt laut Mitteilung durch die Bremer Leipzig GmbH. Es sei geplant, dass die ersten Waren das neue „NGL“ bereits Mitte 2022 verlassen.

Im Industriegebiet Kindel, Hörselberg-Hainich soll für die Weidmüller Gruppe bis 2022 der Neubau eines Shuttle-Lagers und eines automatischen Hochregallagers in Silo-Bauweise entstehen. Der stabile Versand im neuen Lager wird durch ein Versandshuttle zur Pufferung und automatischen Palettierung gewährleistet. Die Logistik-, IT- und Architekturexperten des weltweit führenden technischen Beratungs- und Planungsunternehmens io-consultants GmbH & Co. KG übernehmen als Generalplaner die Konzeptplanung über Feinplanung, Ausschreibung und Vergabe und ab sofort auch die Realisierung. Weidmüller investiert einen zweistelligen Millionenbetrag in den Neubau.

„Um den Standort möglichst innovativ und zukunftsorientiert sowie flexibel und jederzeit erweiterbar auszurichten, ist ein Zusammenspiel aller Disziplinen, von der Logistik über die Architektur bis hin zur IT, unabdingbar. Mit io-consultants als Generalplaner haben wir einen erfahrenen Partner zur erfolgreichen Durchführung unseres Projektes gefunden“, sagt Maximilian Dolch, Projektleiter von Weidmüller.

Es handele es sich um die komplette Neuerrichtung eines Logistikstandortes inklusive Freianlagenplanung.

Flexibel und funktional

Der größte Teil der 70.000 Artikel des bestehenden Produktportfolios soll zukünftig über das neue Logistikzentrum abgewickelt und weltweit versendet werden, heißt es in einer Mitteilung des Projektpartners Gebhardt Fördertechnik, ebenfalls vom 8. Februar. Das Spektrum umfasse dabei sowohl Kleinteile wie Reihenklemmen und Steckverbindungen als auch größere Artikel wie Drucker.

Die Lösung von Gebhardt beinhaltet daher sowohl ein Behältershuttlelager mit „GEBHARDT StoreBiter One-Level-Shuttles“, ein Palettenlager, bedient durch mehrere Regalbediengeräte des Typen „Cheetah heavy“, diverse manuelle und automatische Kommissionierarbeitsplätze, ein manuelles Langgutlager, einen Hightech-Versandbereich mit einer vollautomatischen Palettierung für den Speditions- und KEP-Versand mittels „GEBHARDT ConBoom Teleskopgurtförderern“. Gesteuert und verwaltet wird das System von „SAP MFS/EWM“, welches durch IGZ Ingenieurgesellschaft für logistische Informationssysteme mbH realisiert und mit einer Anbindung an die unterlagerte Steuerung integriert wird, so die Gebhardt-Mitteilung.

„Wir freuen uns, dass Weidmüller den Auftrag des neuen Logistikzentrums an uns vergab und wir sind uns sicher, mit der in den letzten Wochen erarbeiteten Intralogistiklösung sowohl allen individuellen Anforderungen als auch der Idee selbst zu entsprechen. Der Neubau in Eisenach wird auf Basis aller Gebhardt-Technologien das Wachstum von Weidmüller unterstützen – ganz nach dem Leitgedanken: Next Generation.“, beschreibt Fritz Gebhardt, Geschäftsführer der Gebhardt Intralogistics Group, die neu gewonnene Partnerschaft.

Mehrere Funktionalitäten

Das neue Logistikzentrum mit Wareneingang, Lagerung, Kommissionierung und Verpackung, Konsolidierung und Warenausgang wird im Detail mit mehreren Funktionalitäten ausgestattet, so der Generalplaner io-consultant weiter. Eine hochwertige Fassade soll der Widerspiegelung der Marke Weidmüller und als Lichtquelle für die operativen Bereiche dienen. Ein Skywalk soll für Besucher als Erlebnis und Schwelle zu den einzelnen Gebäudebereichen errichtet werden. Eine Photovoltaik-Anlage und umfangreiche Begrünungen im Außenbereich werden für eine nachhaltige Errichtung des Gebäudes.

„Mithilfe Visual Design Thinking und Integrated Design Workshops konnte gemeinsam mit den Projektbeteiligten ein optimiertes Logistik-Layout entwickelt und somit das Gebäude im Detail rundum funktionell geplant werden“, sagt M. Arch. Jennifer Harmon bei io-consultants und Design Lead Architektur.

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