Neubau: Neues Logistikzentrum von Trans-o-flex

Der Logistikdienstleister möchte in Wildenfels ökologische Maßstäbe setzen.

Bei der Grundsteinlegung für das neue Trans-o-flex-Logistikzentrum (von links): Peter Morgenroth, designierter Niederlassungsleiter des Standorts Wildenfels, Wolfgang P. Albeck, trans-o-flex-CEO, Christoph Schoeller, Gesellschafter von trans-o-flex, und Tino Kögler, Bürgermeister der Stadt Wildenfels. (Foto: Trans-o-flex)
Bei der Grundsteinlegung für das neue Trans-o-flex-Logistikzentrum (von links): Peter Morgenroth, designierter Niederlassungsleiter des Standorts Wildenfels, Wolfgang P. Albeck, trans-o-flex-CEO, Christoph Schoeller, Gesellschafter von trans-o-flex, und Tino Kögler, Bürgermeister der Stadt Wildenfels. (Foto: Trans-o-flex)
Melanie Wack

Der Expressdienst Trans-o-flex hat den Grundstein zu einem neuen Umschlagzentrum in Wildenfels bei Zwickau gelegt, das hat das Unternehmen am 8. September vermeldet. Auf einem 30.000 Quadratmeter großen Grundstück lässt der auf Expresstransporte und Logistiklösungen für Hersteller unter anderem aus den Branchen Pharma, Kosmetik und Unterhaltungselektronik für einen zweistelligen Millionenbetrag ein laut Pressemeldung effizientes und ökologisches Sortierzentrum bauen. Eine spezielle Y-Form der Anlage ermögliche bei einer nur 5.000 Quadratmeter großen Umschlaghalle insgesamt 99 Tore für schnelles Be- und Entladen. Wildenfels soll im Frühjahr 2022 den Betrieb aufnehmen. Inklusive der bei Transportpartnern beschäftigten Fahrer werden den Angaben zufolge von dem Standort aus bis zu 150 Personen arbeiten.

Nachhaltigkeit im Fokus

„Wir haben bei jedem Neubau, der die Effizienz und die Kapazität unserer Netze erhöht, auch unsere Nachhaltigkeitsziele im Blick“, sagt Trans-o-flex-CEO Wolfgang P. Albeck bei der Grundsteinlegung. So will das Unternehmen bis spätestens 2045 komplett CO2-neutral arbeiten: „Wir steigern daher auch unsere Investitionen für eine starke Wärmedämmung und senken damit Betriebskosten und Klimabelastung. Die servicebedingt notwendige, besondere Temperierung der Anlage erfolgt über eine ökologisch wie ökonomisch günstige Kombination aus freier Kühlung über Zuluftgitter und Abluftventilatoren sowie einer Klimaanlage.“

Geheizt wird demnach mit Gas-Dunkelstrahlern und LED-Leuchten sorgen für nachhaltige Arbeitsplatzsicherheit. Als weitere Investition in Sachen Nachhaltigkeit werde der gesamte Regen, der auf Dächer und versiegelte Flächen des Grundstücks fällt, nicht in die Kanalisation geleitet; vielmehr wurde unter der Hoffläche ein spezielles Leitungssystem verlegt, das sämtliches Regenwasser auffängt. Die Rohre haben Klappen, durch die das Wasser kontrolliert abgegeben wird.

 „So ermöglichen wir trotz der Bebauung des Grundstücks eine natürliche Versickerung“, erläutert Albeck den Gästen bei der Grundsteinlegung. „Wir entlasten damit das örtliche Kanalnetz und die Kläranlage, tun etwas gegen das Absinken des Grundwasserspiegels und sparen damit noch Niederschlagswassergebühren.“

Das System sei so bemessen, dass es auch die Niederschlagsmenge eines sogenannten Jahrhundertregens komplett aufnehmen könne, ohne überzulaufen. Dadurch wirkt das System ausgleichend und kann sowohl die Folgen von Starkregen als auch von Trockenperioden mindern, heißt es in der Pressemeldung. Damit Reifenabrieb oder Öle nicht ins Grundwasser gelangen, filtert ein Lamellenabscheider solche Stoffe aus dem Oberflächenwasser heraus, bevor es kontrolliert in die Umgebung geleitet wird.

Vorbereitungen für E-Mobilität

Auch auf die zunehmende Elektromobilität ist der Standort vorbereitet: Es werden Ladesäulen für Elektrofahrzeuge von Mitarbeitern gebaut und Anschlüsse für Lademöglichkeiten von Zustellfahrzeugen gelegt. Operativ werde die Netzwerkeffizienz durch die neue Anlage unter anderem deshalb steigen, weil zwei bisher getrennte Standorte hier zusammengeführt werden.

Albeck: „Die neue Niederlassung wird sowohl Umschlagzentrum für unser Kühlnetzwerk Trans-o-flex ThermoMed (zwei bis acht Grad Celsius) sein als auch für Trans-o-flex Express mit seinen untemperierten und aktiv temperierten Transporten im Ambient-Bereich (15 bis 25 Grad Celsius).“

Die Nachhaltigkeitsstrategie von Trans-o-flex hob bei der Grundsteinlegung auch Tino Kögler, Bürgermeister der Stadt Wildenfels, hervor: „Wir freuen uns nicht nur, weil wir mit Trans-o-flex ein Unternehmen bekommen, das hier Arbeitsplätze schafft“, sagt er. „Vielmehr stellt sich Trans-o-flex seiner Verantwortung als Logistikdienstleister und als Unternehmen, das vor allem Arzneimittel und andere sensible Güter transportiert, sehr bewusst. Es hat nicht zuletzt in der Corona-Krise einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten, aber auch mit Desinfektionsmitteln und dringend benötigter Schutzausrüstung geleistet. Und die nachhaltigen Investitionen hier am Standort sind für mich ein gutes Beispiel dafür, wie Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz zusammengehen können.“

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