Neubau: Meyer Logistik investiert in Österreich

Der Logistikdienstleister baut sein erstes, eigenes Multitemperaturlager.

So soll das fertige Lager von Meyer Logistik in Österreich einmal aussehen. (Visualisierung: Meyer Logistik)
So soll das fertige Lager von Meyer Logistik in Österreich einmal aussehen. (Visualisierung: Meyer Logistik)
Melanie Wack

Das österreichische Tochterunternehmen der Friedrichsdorfer Ludwig Meyer GmbH & Co. KG,  Meyer Logistik Österreich, plant in Vorchdorf ein eigenes Multitemperaturlager, das hat das Unternehmen am 16. April bekannt gegeben. Damit ist die alpenländische Tochter der europaweit tätigen Logistikgruppe laut Pressemitteilung ein Vorreiter in der Unternehmensgeschichte. Denn beim geplanten Bau auf 13.000 Quadratmeter Grundstücksfläche mit 6.000 Quadratmeter Lagerfläche und bis zu 6.000 Palettenstellplätze handelt es sich demnach um das erste, komplett in Eigenregie errichtete und betriebene Lager des Logistikdienstleisters.

„Wir sind als Frischelogistiker europaweit für die meisten der großen Lebensmitteleinzelhändler in der Distributionslogistik unterwegs. Die Expertise, die wir uns beim Thema Temperaturführung erarbeitet haben, wollen wir nun auch im Bereich Lager- und Kontraktlogistik unseren Kunden zur Verfügung stellen“, erklärt Heinz Meyer, Geschäftsführer von Meyer Logistik Österreich.

Zentrale Lager

Am zentral zwischen Salzburg und Linz gelegenen Standort möchte das Unternehmen für Lebensmittelhersteller und Händler Lagerung von Waren anbieten: „Wir ergänzen damit unser logistisches Dienstleistungsportfolio um einen kompletten Fulfillment-Service, von der Bestellannahme über die Lagerwirtschaft bis hin zur Kommissionierung“, ergänzt Mario Trifunovic, ebenfalls Geschäftsführer der Meyer Tochter.

Lagerung von kurzer Dauer

Die Niederlassung in Vorchdorf soll für die Lagerung drei Temperaturzonen bieten: plus vier Grad Celsius, plus ein Grad Celsius und bis zu minus 24 Grad Celsius. Trifunovic führt aus: „Dabei konzipieren wir das Lager so, dass wir es nach den Anforderungen unserer Kunden in verschiedenen Ausführungen skalieren können.“ So könne Meyer Logistik den Standort als Single-User-, ebenso wie als Multi-User-Lager vermarkten. Gerade in der Lebensmittelproduktion, wo es auf Frische und Just-in-time-Belieferung der Produktionsstätten ankommt, müssen laut Pressemitteilung Lager auf zügige Prozesse ausgerichtet sein.

„Daher ist unser Standort in Vorchdorf auch ein sogenannter Schnelldreher“, ergänzt Mario Trifunovic.

Hinzu komme, dass die tägliche Kommissionierung im 24/7-Rhythmus elementares Glied in der Wertschöpfungskette für die Lebensmittelproduktion sei. Von Vorchdorf aus, möchte Meyer Logistik der Mitteilung zufolge Unternehmen in ganz Österreich ans Distributionsnetzwerk anschließen. Ebenso gehöre der bayerische Alpenraum zum Zielgebiet. Die Transporte im Fern- und Verteilerverkehr führt Meyer Logistik den Angaben zufolge mit dem eigenen Fuhrpark sowie langjährigen Transportpartnern durch.

Green-Solutions in Vorchdorf

Meyer Logistik setzt laut Eigenangaben seit Jahren im eigenen Fuhrpark auf den Einsatz alternativer Antriebe, wie Gas-Lkw (LNG und CNG) und ist Anwendungspartner der Erstausrüster im Bereich elektrische Antriebe. Diesen ökologischen Unternehmensansatz möchte Meyer Logistik demnach auch auf den Bau und Betrieb des Standorts übertragen.

„Strom produzieren wir über eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und zudem nutzen wir die Abwärme unseres Kühlsystems zur weiteren Verwendung“, erklärt Geschäftsführer Meyer. „Damit unterstreichen wir, dass wir beim Bau dieses Multi-Temp-Lagers großen Wert auf eine möglichst hohe Energieeffizienz legen.“

Die Abwärme, die durch die Kühlung des Lagers entsteht, wird demnach in den Wintermonaten zur Beheizung der Verwaltungs- und Sozialräume genutzt, sowie für einen eis- und schneefreien Außenbereich mittels einer ausgeklügelten Außenbodenheizung.

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