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Neubau: Imgrund siedelt sich im Stadthafen Wesel an

Der Logistikdienstleister will sich zukunftsweisend aufstellen.

Bei der Unterzeichnung des Erbbaurechtsvertrags (v.l.n.r.): Dieter Thurm, Prokurist DeltaPort GmbH & Co. KG, Andreas Stolte, Geschäftsführer DeltaPort Niederrheinhäfen GmbH, Jörn Thier und Bernd Schepers (beide Geschäftsführer Imgrund Silogistic GmbH). (Foto: DeltaPort Niederrheinhäfen GmbH)
Bei der Unterzeichnung des Erbbaurechtsvertrags (v.l.n.r.): Dieter Thurm, Prokurist DeltaPort GmbH & Co. KG, Andreas Stolte, Geschäftsführer DeltaPort Niederrheinhäfen GmbH, Jörn Thier und Bernd Schepers (beide Geschäftsführer Imgrund Silogistic GmbH). (Foto: DeltaPort Niederrheinhäfen GmbH)
Melanie Endres

Der Logistikdienstleister Imgrund siedelt sich im Stadthafen Wesel auf einer Fläche von 2,5 Hektar an, das hat der Spezialist für die chemische Industrie und den Food Sektor kürzlich bekannt gegeben. Durch die trimodale Infrastruktur und die geografische Lage des Weseler Stadthafens, der zu den DeltaPort Niederrheinhäfen gehört, sieht Imgrund optimale Voraussetzungen, sich in Zeiten der Verkehrswende zukunftsweisend aufzustellen, so die Angaben in der Pressemeldung. Dank der strategischen Investition baue das niederrheinische Unternehmen seine Stellung als bedeutender Logistikanbieter für den Umschlag von chemischen und mineralischen Produkten aus.

„Durch die trimodale Anbindung an den Rhein als Europas wichtigste Wasserstraße, an die Schiene und an das Straßenverkehrsnetz, sehen wir im Stadthafen Wesel einen optimalen Standort für unser Unternehmen“, beschreibt Jörn Thier, Geschäftsführer von Imgrund, die Beweggründe.

Schritt zum Hafenlogistiker

Bislang hat sich Imgrund nach Eigenangaben einen Namen als Schüttgutspezialist im Bereich des Straßentransports und der Lagerlogistik aufgebaut. Durch individuelle Logistikkonzepte und die Entwicklung komplexer Mehrwertdienstleistungen für rieselfähige Schüttgüter ist das Unternehmen in den vergangenen Jahren kontinuierlich erfolgreich gewachsen, so die Meldung. Nun unternehme der mittelständische Logistik- und Transportdienstleister aus Wesel den Schritt zum Hafenlogistiker und siedele sich im Weseler Stadthafen auf einer Fläche von 2,5 Hektar an. Der Erbbaurechtsvertrag wurde jetzt unterzeichnet, so die Mitteilung. Im ersten Bauabschnitt sei die Errichtung einer multifunktionalen Logistikanlage zum Umschlag von Schüttgütern geplant.

„Wir freuen uns, dass Imgrund gemeinsam mit uns den Schritt zum Hafenlogistiker macht, und damit seine Position als moderner Transportdienstleister, der auf nachhaltige Warenwege setzt, weiter ausbaut“, sagt Andreas Stolte, Geschäftsführer der DeltaPort Niederrheinhäfen GmbH.

Direkte Wege

„Dank der trimodalen Anbindung des Stadthafens können die Güter, die Imgrund transportiert, künftig direkt von Schiffen oder Zügen auf Lkw verladen oder vor Ort in der neu entstehenden Logistikanlage gelagert werden“ ergänzt Imgrund Geschäftsführer Bernd Schepers.

Dort sollen die Schüttgüter in loser Form oder in Big Bags umgeschlagen werden. Der Weitertransport soll mittels Silo- und Kippfahrzeugen erfolgen. Der direkte Zugang zum Rhein auf einer Kai-Länge von 350 Metern ermögliche insbesondere den Umschlag von großen Tonnagen über Küstenmotorschiffe. Die Dienstleistungen werden ergänzt durch die Möglichkeit der Abfüllungen von Big Bags und anderen kundenindividuellen Verpackungsformen, so die Mitteilung. Der Terminal werde sowohl nach GMP (Good Manufacturing Practices) als auch nach HACCP (Hazard Analysis and Critical Control Point) zertifiziert sein.

Nähe zu Ballungsraum

Als weiteren, sehr entscheidenden Vorteil des Weseler Stadthafens, der – wie der Rhein-Lippe-Hafen Wesel, der Hafen Voerde-Emmelsum, der Hafen Emmerich und der Niag-Hafen in Rheinberg-Orsoy – zu den DeltaPort Niederrheinhäfen gehört, sieht Jörn Thier der Mitteilung zufolge die Lage so: Der Stadthafen liegt zwar in unmittelbarer Nähe zu den Absatzmärkten in Europas größtem Ballungsraum – aber außerhalb des Stauclusters Ruhrgebiet / Großraum Köln.

„Wir können die staubedingten Wartezeiten unserer Kunden somit auf ein Minimum reduzieren. Indem wir die letzte Meile so klein wie möglich halten, kommen wir zudem dem Wunsch vieler Kunden nach klimafreundlicheren Transportwegen nach“, betont Thier.

CO2-sparende Verkehrswege

„Jedes Unternehmen muss heute verstärkt auf seinen CO2-Fußabdruck achten und ihn so klein wie möglich halten“, sagt DeltaPort-Geschäftsführer Stolte. „Eine verstärkte Nutzung von Wasserwegen und Bahn ist unabdingbar. Nur so können wir die Stausituation auf den Fernstraßen in Nordrhein-Westfalen entschlacken, den Verkehrsinfarkt verhindern und so die ökologische Wende in Deutschland vorantreiben.“

Dazu kann die Verlagerung auf die CO2-sparenden Verkehrswege Wasser und Schiene sehr viel beitragen. Denn auch wenn sich die Verkehrslage Corona-bedingt aktuell etwas entspannt hat, ist der grundsätzliche Trend ein anderer und die Verkehrssituation auf der Straße verschärft sich stetig. Bei diesem Ziel arbeiten laut Pressemeldung die DeltaPort Niederrheinhäfen und Imgrund ab sofort zusammen.

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