Neubau: IGZ aktualisiert Produktionsversorgung für Siemens Healthineers

Als Generalunternehmer verantwortet IGZ aus Falkenberg einen Logistikneubau für die Produktions- und Ersatzteilversorgung von Siemens Healthineers am Standort Kemnath.

IGZ aus Falkenberg realisiert für Siemens Healthineers einen Neubau für die Produkt- und Ersatzteilversorgung. (Bild:I GZ)
IGZ aus Falkenberg realisiert für Siemens Healthineers einen Neubau für die Produkt- und Ersatzteilversorgung. (Bild:I GZ)
Gunnar Knüpffer

Siemens Healthineers automatisiert die Intralogistik an seinem Standort Kemnath und investiert rund 13 Millionen Euro in ein teilautomatisiertes Produktionsversorgungszentrum (PVZ). In diesem Projekt ist die IGZ Automation GmbH aus Falkenberg für das Medizintechnikunternehmen sowohl Planungspartner ab den ersten Konzeptstudien als auch SAP-IT-Spezialist für eine durchgängige „Anlagenintelligenz“ sowie Generalunternehmer und Servicepartner für die gesamte Lagerlogistik, teilte der Automatisierer unlängst in einer Pressemitteilung mit.

Mit dem Bau des PVZ am Standort Kemnath trägt Siemens Healthineers der wachsenden Nachfrage nach seinen bildgebenden Produkten Rechnung. Der Logistikneubau soll die vorhandenen Strukturen sowie Kapazitäten für die Produktions- und Ersatzteilversorgung ergänzen und entlasten.

Der stufenweise Hochlauf ist ab Anfang 2022 vorgesehen. Beginnend ab April 2020 errichtete IGZ ein vollautomatisches Kleinteilelager mit knapp 20.000 Stellplätzen samt angebundener Behälterfördertechnik und integrierten Arbeitsplätzen. Beim Design der Kommissionierplätze wurde auf eine hohe Usability geachtet. Die Anlage verfügt zudem über eine zu 100 Prozent redundant ausgeführte Dolly-Fördertechnik, auf der Lasten bis zu 1,5 Tonnen in variierenden Wagengrößen auf so genannten Schwerlast-Bereitstellwagen transportiert werden.

Zusätzlich besteht das PVZ aus einem staplerbedienten Breitganglager.

„IGZ stattete sämtliche Prozesse innerhalb des Lagers mit der SAP-Lagerverwaltung und Materialflusssteuerung SAP EWM / MFS aus und realisierte die gesamte und direkt an SAP angebundene Automatisierungstechnik und Mechatronik mit den benötigten Stahlbauten“, erklärte IGZ-Geschäftsführer Christian Mattes, verantwortlich für Planungs- und Generalunternehmerprojekte.

„Durch die frühzeitige Einbindung von IGZ bereits während der Grobplanungsphase einschließlich Definition der Soll-Prozessanforderungen konnten wir schon sehr früh eine breite Wissensbasis bei Siemens Healthineers aufbauen. Gerade in Bezug auf die Umstellung der Logistikprozesse auf SAP EWM / MFS hat sich dies mit einer reibungslosen Projektrealisierung gelohnt“, sagte Mattes. SAP EWM / MFS ermögliche vielfältige Erweiterungsszenarien, weil unterschiedlichste Lagertechnik – egal von welchem Hersteller – direkt integrierbar ist. Durch die IGZ-eigenen Emulations-Tools seien alle Quality-Gates beginnend ab der funktionalen und integrativen Testphase einfach erreicht worden.

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