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Neubau: Großprojekt von DSV in Dänemark

In Horsens sollen über 200.000 Quadratmeter Lagerfläche entstehen.

DSV plant das größte europäische Logistikzentrum mit nur einem Nutzer im dänischen Horsens. (Visualisierung: DSV)
DSV plant das größte europäische Logistikzentrum mit nur einem Nutzer im dänischen Horsens. (Visualisierung: DSV)
Melanie Endres

Wie DSV kürzlich bekannt gegeben hat, plant der Logistikdienstleister, rund zwei Milliarden Dänische Kronen (rund 268 Millionen Euro) in ein neues Logistikzentrum zu investieren. Der Pressemitteilung zufolge soll es Europas größtes Logistikzentrum mit nur einem Pächter werden und in der Stadt Horsens im dänischen Jütland errichtet werden. Die Fertigstellung ist laut DSV für 2026 geplant. Der Spatenstich ist für August 2021 angesetzt, Ende 2022 oder Anfang 2023 soll den Angaben zufolge mit dem Bezug der Einrichtungen begonnen werden, wenn das Cross-Docking-Terminal, das Bürogebäude und ein Teil der Lagereinrichtungen fertiggestellt sein sollen.

Auf Wachstumskurs

Den Unternehmensangaben zufolge kann der bisherige Standort in Horsens das derzeitige und erwartete Wachstum von DSV nicht mehr bewältigen. Gleichzeitig wolle DSV seine Lager- und Cross-Docking-Terminals im Raum Horsens konsolidieren, um eine höhere Effizienz und Produktivität in Verbindung mit der Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Deshalb wird DSV in Horsens auf einem 700.000 Quadratmeter großen Gelände ein „zukunftssicheres Logistikzentrum“ errichten.

„Bei DSV konzentrieren wir uns auf das Wachstum unseres Geschäfts. Als Teil unserer Wachstumsstrategie wollen wir alle unsere Aktivitäten in den Bereichen Air & Sea, Road und Solutions an einem Standort konsolidieren, um sicherzustellen, dass unsere Abläufe effizient sind und wir unseren Kunden die bestmöglichen Lösungen anbieten können. Darüber hinaus ist Horsens eine strategische Drehscheibe für Transporte zwischen den nordischen Ländern und allen anderen europäischen Ländern. Wir wollen auch unsere vielen talentierten Mitarbeiter halten und mit dieser neuen Entwicklung unsere Verbindung mit der Stadt aufrechterhalten", sagt Simon H. Galsgaard, Geschäftsführer der DSV Road A/S in Dänemark.

Über 200.000 Quadratmeter Logistikfläche

Das geplante Logistikzentrum soll auf dem Grundstück neben dem derzeitigen Standort in Horsens erbaut werden. Es soll laut Pressemitteilung nicht nur das größte Logistikzentrum Dänemark, sondern auch das größte europäische Logistikzentrum mit nur einem Pächter sein. Die Bürofläche soll 18.000 Quadratmeter Fläche umfassen, das Cross-Docking-Terminal soll rund 50.000 Quadratmeter groß sein und die Lagereinrichtungen sollen eine Fläche von 200.000 und 269.000 Quadratmeter umfassen.

„Dies ist das bisher größte Bauprojekt des DSV, und wir freuen uns auf das neue und enorme Potenzial, das es uns bietet. Es ist Teil unserer Strategie, kleinere Standorte zu konsolidieren und größere, moderne und zukunftssichere Anlagen zu schaffen, von denen sowohl unsere Kunden als auch wir profitieren werden. Das neue Logistikzentrum in Horsens wird sich unter anderem durch ein hohes Maß an automatisierten Prozessen auszeichnen, die eine schnelle und effiziente Abwicklung großer Volumina gewährleisten", so Galsgaard.

Meilenstein für Horsens

„Soweit mir bekannt ist, handelt es sich um den größten Grundstücksverkauf für industrielle Zwecke in der Geschichte von Horsens, und ich freue mich sehr, dass sich DSV für den Standort seines neuen Logistikzentrums in unserer Gemeinde entschieden hat. DSV beschäftigt heute rund 750 Mitarbeiter in Horsens; mit der Erweiterung soll die Zahl auf mehr als 1.000 steigen - und wahrscheinlich sogar noch mehr. Zusätzlich zu den administrativen Stellen bietet DSV Arbeitsplätze in den Bereichen Transport und Lagerhaltung an. Auch aus diesem Grund bin ich sehr froh, dass wir diese Vereinbarung über den Verkauf von 500.000 Quadratmetern Land an DSV getroffen haben", sagt Peter Sørensen, Bürgermeister von Horsens. „Der Bau einer Anlage dieser Größe bedeutet eine Menge zusätzlicher Arbeitsplätze während der Bauphase, wovon die örtlichen Handwerker und Spediteure profitieren werden. Nach Schätzungen des DSV könnten es 250 Arbeitsplätze sein", so Sørensen weiter.

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