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Neubau: DHL stellt Rohbau vor den Toren Berlins fertig

Der erste Bauabschnitt für das neue Mega-Paketzentrum in Ludwigsfelde wurde erfolgreich abgeschlossen.

Ende Mai 2020 wurden der Rohbau der Halle und die Außenanlage des neuen Paketzentrums von DHL in Ludwigsfelde baulich fertiggestellt. (Visualisierung: Deutsche Post)
Ende Mai 2020 wurden der Rohbau der Halle und die Außenanlage des neuen Paketzentrums von DHL in Ludwigsfelde baulich fertiggestellt. (Visualisierung: Deutsche Post)
Melanie Endres

Die Deutsche Post DHL Group investiert kontinuierlich in ihr Paketnetz und hat im Frühjahr 2019 mit dem Bau eines neuen Mega-Paketzentrums im brandenburgischen Ludwigsfelde begonnen. Wie das Unternehmen nun vermeldet hat, wurden der Rohbau der Halle und die Außenanlagen Ende Mai 2020 baulich fertiggestellt. Im nächsten Schritt werde nun die Sortiertechnik eingebaut, mit der künftig bis zu 50.000 Pakete pro Stunde bearbeitet werden können.

„Mit der Fertigstellung des Rohbaus für das dritte Mega-Paketzentrum in Deutschland hat die Deutsche Post DHL Group jetzt einen wichtigen Meilenstein erreicht. Vonseiten der Stadt Ludwigsfelde möchte ich mich für die bisherige problemlose Umsetzung bedanken. Gleichzeitig freue ich mich, dass am heutigen Tag der Startschuss für den nun folgenden technischen Ausbau des neuen Paketzentrums – auf der Basis von Industrie 4.0 - gefallen ist. Die Umsetzung industrieller Wertschöpfungsprozesse für die automatisierte Sortierung von bis zu 50.000 Paketen pro Stunde bildet das Herz dieser für unsere Region wichtigen Investition. Zugleich ist es ein deutliches Signal für das Vertrauen von DHL in das Wachstum der Metropolregion Berlin-Brandenburg“, sagt Andreas Igel, Bürgermeister von Ludwigsfelde, anlässlich der Pressekonferenz am 17. Juni.

Leistungsfähiges Paketzentrum

In Ludwigsfelde, vor den Toren Berlins, entsteht – ähnlich wie bereits zuvor in Obertshausen und Bochum - eines der laut Deutsche Post DHL Group größten und leistungsfähigsten Paketzentren in Europa. Die beiden bestehenden Standorte für den Berliner Raum in Rüdersdorf und Börnicke sollen damit deutlich verstärkt werden. Zum Vergleich: Hier können stündlich jeweils maximal 32.000 Sendungen bearbeitet werden, heißt es in der Pressemitteilung.

„Der Paketmarkt in der Metropolregion Berlin-Brandenburg wächst kontinuierlich – und damit auch die Anforderungen unserer Kunden. Unsere Investitionen in ein neues leistungsfähiges Paketzentrum in Ludwigsfelde sind ein klares Bekenntnis zur Region und ihren Menschen. Wir bieten hier rund 600 sozialversicherungspflichtige und tarifgebundene Arbeitsplätze an. Das sind sichere Jobs mit beruflichen Perspektiven. Für unsere Kunden wollen wir der Logistikanbieter erster Wahl sein und zuverlässig hohe Qualität bieten. Auch unsere Geschäftskunden profitieren künftig von der Nähe zum Paketzentrum: Wir können ihre Sendungen dann zu noch späteren Tageszeiten abholen und deutschlandweit bereits am Folgetag zustellen“, sagt Steffen Hemme, Leiter der Niederlassung Paket Berlin.

Rund 165.000 Quadratmeter Fläche

DHL hat das Grundstück nach Eigenangaben im Industriepark „4.0 Eichspitze Ludwigsfelde“ mit rund 165.000 Quadratmeter Fläche Ende 2017 erworben. Allein das Gebäude des Paketzentrums ist rund 37.000 Quadratmeter groß. Um das Gebäude möglichst energieeffizient zu betreiben, sei der Einsatz eines wärmegeführten Blockheizkraftwerks geplant. Die Beleuchtung sollen stromsparende LED-Lampen übernehmen. DHL investiert laut Eigenangaben in den Bau des Paketzentrums einen hohen zweistelligen Millionenbetrag und setzt damit auf einen weiteren Ausbau der Paket-Infrastruktur, um die konstant steigenden Paketmengen auch weiterhin zuverlässig, schnell und mit hoher Flexibilität für Versender und Empfänger bearbeiten zu können. Bereits heute können laut Meldung in den insgesamt 36 Paketzentren pro Betriebsstunde mehr als eine Million Sendungen bearbeitet werden. Der neue Standort in Ludwigsfelde werde das bestehende bundesweite Paketnetz ab dem Jahr 2022 erweitern und dessen Leistungsfähigkeit weiter steigern.

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