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Neubau: Baustart für Containerterminal am Osnabrücker Hafen

Die Fertigstellung des Logistikprojekts ist für Sommer 2021 geplant.

Die Bauarbeiten für das neue Containerterminal am Osnabrücker Hafen haben begonnen. (Foto: TBOS / Uwe Lewandowski)
Die Bauarbeiten für das neue Containerterminal am Osnabrücker Hafen haben begonnen. (Foto: TBOS / Uwe Lewandowski)
Melanie Endres

Anfang April haben die Bauarbeiten für das neue Containerterminal am Osnabrücker Hafen begonnen – ein Kooperationsprojekt der Osnabrücker und Dortmunder Stadtwerke, das haben die Stadtwerke Osnabrück am 16. April bekannt gegeben. Über das Terminal sollen später bis zu 150.000 Ladeeinheiten pro Jahr von der Straße auf die Schiene umgeschlagen werden, heißt es in der Mitteilung. Die Anlage auf der insgesamt rund 9,5 Hektar großen Fläche des ehemaligen Geländes der Winkelhausenkaserne soll im Sommer 2021 fertiggestellt sein.

„Wir sind sehr froh, dass es nun auch sichtbar losgeht“, sagt der Osnabrücker Stadtwerke-Vorstand Dr. Stephan Rolfes. „Auch wenn wir aufgrund der derzeitigen Situation auf das obligatorische Spatenstich-Foto verzichten müssen.“

Meilenstein für die Infrastruktur

Der Baubeginn sei ein Meilenstein für eines der zentralen Infrastruktur- und Logistikprojekte für die gesamte Region: „Schließlich wird für das Osnabrücker Land eine deutliche Zunahme der Ladeverkehre erwartet“, so Rolfes weiter.

Diese können laut Meldung über die neue Anlage künftig auf die Schiene verlagert werden. Osnabrück sei seit jeher – auch dank der verkehrlich günstigen Lage – ein wichtiges Logistikdrehkreuz, das mit dem neuen Terminal an Bedeutung zunehmen werde.

Güterströme wachsen an

„Wir versprechen uns viel von dem neuen Terminal und sehen hier wertvolle Synergien und Nutzungspotentiale, die auch die Wettbewerbsfähigkeit des Dortmunder Logistik-Standorts stärken. Insofern hat dieses Projekt eine besondere strategische Bedeutung für uns“, betont Hubert Jung, Verkehrsvorstand der Dortmunder Stadtwerke AG – DSW21.

Die Dortmunder Stadtwerke sind Hauptgesellschafter der TBOS (Terminalbesitzgesellschaft Osnabrück) und haben bereits am Dortmunder Hafen eine Umschlaganlage für den kombinierten Verkehr gebaut. „Das Terminal in Osnabrück bietet die Chance, die Containerverkehre beider Standorte sinnvoll miteinander zu koppeln und so die zunehmenden Güterströme besser zu steuern“, erklärt Jung mit Blick auf die Neue Seidenstraße, die Schienenverbindung nach China: „Hier erwarten wir viele neue Impulse und Entwicklungsmöglichkeiten.“

22 Millionen Euro Förderung

Auf rund 29 Millionen Euro beläuft sich den Angaben zufolge die Gesamtinvestition in die KV-Anlage (kombinierter Ladeverkehr). Im Rahmen der Förderung für Anlagen des kombinierten Verkehrs beteilige sich das Bundesverkehrsministerium daran mit rund 80 Prozent. Gebaut werden sollen vier parallele Umschlaggleise mit einer Länge von jeweils 710 Metern, bis zu acht Containerabstellspuren und zwei Schienenportalkräne. Auf einer Nebenfläche werden unter anderem zwei weitere nicht kranbare Umschlaggleise mit einer Länge von jeweils 290 Metern entstehen. Im Sommer 2021 soll die Anlage fertiggestellt sein.

Betreiberauswahlverfahren läuft

Parallel laufe das Auswahlverfahren für den künftigen Betrieb des Terminals an. Die neue Betreibergesellschaft Containerterminal Osnabrück (CTO) wird laut den Stadtwerken Onsabrück nach der Fertigstellung der Anlage den Betrieb aufnehmen.

„Bis dahin steht aber der sicherlich teils spektakuläre Bau im Fokus“, so TBOS-Geschäftsführerin Kristina Rummeld. Allein die beiden Portalkräne werden jeweils rund 50 Meter Breite und mehr als 40 Meter Höhe messen: „Die neue Anlage am Hafen wird das Osnabrücker Stadtbild daher sicherlich prägen“, ist Co-Geschäftsführer Marcel Haselof überzeugt.

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