Nachtflüge: Köln/Bonn lehnt Pläne der Kanadier ab

Flughafengesellschaft fürchtet zusätzliche Lärmbelastung.
Matthias Pieringer

Der Flughafen Köln/Bonn will den kanadischen Streitkräften nicht als neue Logistikbasis dienen. Man sei gegen die angekündigte Verlagerung des logistischen Drehkreuzes der Kanadier von Spangdahlem in der Eifel nach Köln/Bonn, ließ Michael Garvens, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH, am 15. Februar in einer Pressemitteilung verlauten. Im Hinblick auf die zusätzliche Lärmbelastung vor allem zur Nachtzeit lehne man die Pläne ab. In der Region sei es nicht vermittelbar, Nachtflüge aus der weniger dicht besiedelten Eifel in den Ballungsraum Köln-Bonn zu verlagern.

Der kanadische Verteidigungsminister Peter MacKay hatte jüngst nach einem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Thomas de Maizière in Ottawa verkündet, dass die kanadischen Streitkräfte den Flughafen Köln/Bonn als neues Logistik-Drehkreuz nutzen möchten. Der Kanadier lobte die Infrastruktur und die Möglichkeit, auch bei Nacht starten und landen zu können. Bisher dient den Nordamerikanern der US-Flugplatz in Spangdahlem als Drehkreuz, der laut Bundesverteidigungsministerium beim Personal-und Materialumschlag von Kanada nach Afghanistan aber an seine Grenzen stößt.