Nachhaltigkeit: VDA ruft „Responsible Supply Chain Initiative“ ins Leben

Für verantwortungsvollere Lieferketten – der Verband der Automobilindustrie (VDA) und 14 weitere Gründungsmitglieder stehen hinter dem neuen Verein „Responsible Supply Chain Initiative RSCI e.V.“.

„Responsible Supply Chain Initiative RSCI e.V.“ gegründet: Ziel ist es laut dem VDA, die Akteure im Automobilsektor dabei zu unterstützen, für ein hohes Niveau von Nachhaltigkeit in den Lieferketten zu sorgen. (Foto: denchik/Fotolia)
„Responsible Supply Chain Initiative RSCI e.V.“ gegründet: Ziel ist es laut dem VDA, die Akteure im Automobilsektor dabei zu unterstützen, für ein hohes Niveau von Nachhaltigkeit in den Lieferketten zu sorgen. (Foto: denchik/Fotolia)
Matthias Pieringer

Zusammen mit 14 weiteren Gründungsmitgliedern hat der Verband der Automobilindustrie (VDA) den Verein „Responsible Supply Chain Initiative RSCI e.V.“ gegründet. Ziel sei es, alle Akteure im Automobilsektor dabei zu unterstützen, ein hohes Niveau von Nachhaltigkeit in den Lieferketten zu etablieren. Dafür werde der RSCI geeignete Instrumente bereitstellen und konkrete Unterstützung anbieten, meldete der VDA kürzlich. Auch Unternehmen außerhalb des VDA können Mitglied werden.

Gemeinsam mit Herstellern, Zulieferern und anderen Verbänden entwickelt der VDA nach eigenen Angaben einen standardisierten Prüfmechanismus zur Evaluierung der Nachhaltigkeitsperformance von Unternehmen in automobilen Lieferketten. Die Ergebnisse können laut VDA mit relevanten Unternehmen, unter Beachtung kartellrechtlicher Regeln, geteilt werden. Diese Praxis der gegenseitigen Anerkennung soll somit auch Mehrfach-Auditierungen vermeiden.

„Unternehmen haben eine Verantwortung gegenüber Umwelt und Menschen – überall auf der Welt. Um mehr Umwelt- sowie Arbeitsschutz zu gewährleisten und Nachhaltigkeit zu fördern, ist der RSCI e.V. von zentraler Bedeutung. Wir sind uns sicher, dass der Verein sich schon bald über viele weitere Mitglieder freuen kann“, sagte Dr. Kurt-Christian Scheel, Geschäftsführer des VDA.

Assessments vor Ort

Im Fokus der Vereinsarbeit steht nach VDA-Angaben die Überprüfung und Weiterentwicklung der Nachhaltigkeit von Unternehmen in ihren Lieferketten mittels Vor-Ort-Assessments und entsprechender Nachverfolgung. Mit dem eigens dafür entwickelten Programm könnten Aufwand, Kosten und schließlich auch die Ergebnisse geteilt werden, hieß es. Ziel sei es, grundlegende Transparenz über Arbeitsbedingungen herzustellen; deswegen fänden auch entsprechende Prüfungen direkt am Produktionsstandort statt.

Die gemeinsam erarbeiteten Inhalte und Prozesse werden laut VDA mit einem Programmanbieter aus dem Bereich der Sozial-Auditierung implementiert. Die operative Phase, in der die Gründungsmitglieder risikobasiert erste Pilotaudits durchführen, soll Anfang 2022 starten.

Gründungsmitglieder des Vereins Responsible Supply Chain Initiative RSCI e.V. sind:

  • Audi AG
  • Bayerische Motoren Werke AG (BMW Group)
  • Brose Fahrzeugteile SE & Co. KG
  • CLEPA AISBL
  • Business Network for Corporate Responsibility AISBL
  • Daimler AG
  • Dr. Ing. h.c. Porsche AG
  • Ford-Werke GmbH
  • Kirchhoff Automotive GmbH
  • Magna International (Germany) GmbH
  • MAN Truck & Bus SE
  • Robert Bosch GmbH
  • Schaeffler AG
  • Verband der Automobilindustrie (VDA) e.V.
  • Volkswagen AG
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