Nachhaltigkeit: Transgourmet startet Projekt „Grüne Logistik“

Der Lebensmittelgroßhändler reduziert seine Nachlieferungen, stellt auf alternative Antriebsformen um und fördert Klimaschutzprojekte, um sukzessive eine klimaneutrale Belieferung zu erreichen.

Der Lebensmittelgroßhändler Transgourmet will schrittweise auf eine klimaneutrale Belieferung umstellen. (Bild: Transgourmet)
Der Lebensmittelgroßhändler Transgourmet will schrittweise auf eine klimaneutrale Belieferung umstellen. (Bild: Transgourmet)
Gunnar Knüpffer

Der Lebensmittelgroßhändler Transgourmet will sukzessive einen klimaneutralen Transport bei der Belieferung von Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung einführen. Sein Projekt „Grüne Logistik bei der Kundenbelieferung“ ist zum 1. Oktober gestartet, ließ der Vollversorgerspezialist am 10. Oktober verlauten.

Transgourmet optimiert im ersten Schritt seine Logistikdienstleistungen, um Nachlieferungen zu reduzieren und bei teilnehmenden Kunden Lieferstopps einzusparen. Zudem wird für jeden Kunden, der bereit ist, auf ein paar Stopps zu verzichten, ein Baum gepflanzt. Um den ökologischen Fußabdruck bei den weiter stattfindenden Touren möglichst klein zu halten, stellt das Unternehmen seinen Fuhrpark im zweiten Schritt sukzessive auf alternative Antriebsformen wie biogasbetriebene Lkw um. Geplant ist der Einsatz von etwa 360 solcher Fahrzeuge bis zum Jahr 2030. Auch den Einsatz von anderen alternativen Antrieben wie zum Beispiel Elektroantrieben prüft Transgourmet.

Die verbleibende Menge an CO2 kompensiert das Unternehmen im dritten Schritt mit der Förderung von ausgesuchten Klimaschutzprojekten in Kooperation mit Myclimate. Ob energiesparende Solarkocher auf Madagaskar, die Versorgung ärmerer Haushalte und Institutionen in Uganda mit sauberem Trinkwasser oder das Kompostieren von Abfall in Indonesien – diese Projekte sind nach Angaben von Transgourmet Gold-Standard-zertifiziert und sollen dafür sorgen, dass Treibhausgasemissionen in der angestrebten Höhe reduziert werden. Auch werde darauf geachtet, dass diese Projekte gut für die lokale Umwelt und die sozialen Belange der Bevölkerung sind.

„Wir können derzeit nicht ganz ohne CO2-Ausstoß auskommen“, sagte Christoph Nörtershäuser, Mitglied der Geschäftsleitung und Leitung Logistik Foodservice.  „Um dennoch jedes Gramm auszugleichen, liegt uns die Förderung von globalen Klimaprojekten sehr am Herzen.“

Allein dafür investierten sie einen hohen Betrag pro Jahr.

Nörtershäuser: „Außerdem möchten wir jeden Kunden dazu aufrufen, mit uns gemeinsam Stopps und damit auch CO2-Emissionen zu sparen.“

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