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Nachhaltigkeit: Tchibo mit dem Lean and Green 1st Star ausgezeichnet

GS1 Germany ehrt das Handelsunternehmen für die Reduktion seiner CO2-Emissionen im Transport.

Tchibo erhält den Lean and Green 1st Star: (v.l.n.r.) Dr. Jens Köppen (CFO Tchibo), Sina-Maria Schoenlein (Tchibo Logistik), Sarah-Christin Prothmann (Tchibo Logistik), Thomas Linemayr (Vorsitzender der Geschäftsführung Tchibo), Joana Behrend (Junior Managerin Sustainability, GS1 Germany), Matthias Haubenreißer (Senior Manager ECR Prozesse & Supply Chain Management, GS1 Germany) (Bild: Tchibo/GS1 Germany)
Tchibo erhält den Lean and Green 1st Star: (v.l.n.r.) Dr. Jens Köppen (CFO Tchibo), Sina-Maria Schoenlein (Tchibo Logistik), Sarah-Christin Prothmann (Tchibo Logistik), Thomas Linemayr (Vorsitzender der Geschäftsführung Tchibo), Joana Behrend (Junior Managerin Sustainability, GS1 Germany), Matthias Haubenreißer (Senior Manager ECR Prozesse & Supply Chain Management, GS1 Germany) (Bild: Tchibo/GS1 Germany)
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Sandra Lehmann

Das Handelsunternehmen Tchibo ist von der Standardisierungs-Organisation GS1 Germany mit dem Nachhaltigkeitspreis Lean and Green 1st Star ausgezeichnet worden. Das gab GS1 Germany Mitte Juni bekannt. Geehrt wurde das Hamburger Unternehmen für die Umsetzung seines 2006 ins Leben gerufenen Nachhaltigkeitsprogramms „LOTOS“ (Logistics Towards Sustainability).

23 Prozent weniger CO2-Emissionen

Innerhalb des Projekts wird nach GS1-Angaben der Transport-bezogene CO₂-Fußabdruck von Tchibo vom Verschiffungsort über die Lagerstandorte bis hin zum Supermarkt, in die Filiale und zum Endkunden erfasst sowie jährlich bilanziert. Innerhalb von drei Jahren konnte das Handelsunternehmen nach eigenen Aussagen eine Reduktion seiner CO₂-Emissionen um 23 Prozent erreichen. Insgesamt hat sich der Konzern zum Ziel gesetzt, bis 2020 den CO₂-Ausstoß um 40 Prozent pro Tonnenkilometer im Warentransport zu reduzieren.

„Wir gratulieren Tchibo herzlich zu diesem Engagement und der erfolgreichen Umsetzung. Das Besondere ist der Radius, über den sich die Maßnahmen erstrecken, denn Tchibo betrachtet hier seine globale Logistik“, erklärt Oliver Püthe, Senior Branchenmanager Logistikdienstleister bei GS1 Germany.

Ob Rohkaffee aus Südamerika und Afrika oder Non-Food-Waren aus Asien: Die CO₂-Bilanz erstrecke sich von der Verschiffung über die Lagerhaltung bis hin zur Distribution in Deutschland und Europa. Neben der Optimierung der Transporte und der Lagerprozesse würden zusätzlich die Verpackungen in der Logistik reduziert. Darüber hinaus strebt Tchibo den Austausch in Initiativen wie zum Beispiel Lean and Green an. Ziel sei es, Reporting-Standards weiterzuentwickeln sowie Möglichkeiten zur CO₂-Reduktion gemeinsam zu erarbeiten und umzusetzen.

„Nachhaltigkeit ist bei Tchibo schon seit 2006 im Fokus. Wir freuen uns sehr, dass wir nun für unser anhaltendes Engagement mit dem Lean and Green 1st Star ausgezeichnet werden. Wir sehen dies als zusätzliche Motivation, uns noch mehr für nachhaltige Prozesse einzusetzen“, bestätigt Alexander Ralfs, Director Supply Chain Management & Logistik bei Tchibo.

Nachhaltiger Transportmix

Um das Gesamtziel zu erreichen, setzt Tchibo nach eigenen Angaben auf das Zusammenspiel unterschiedlicher CO2-effizienter Transportmittel. So würden etwa mehr als 90 Prozent der Warenbewegungen über den Wasserweg abgewickelt. Ab Bremerhaven würden angelieferte Non-Food-Artikel bevorzugt per Binnenschiff, statt mit LKW transportiert. Zudem nutzt Tchibo eigenen Aussagen zufolge, wann immer es möglich ist, den Schienenverkehr. Zum Beispiel werde eine Rösterei in der Nähe von Warschau per Schiene mit Rohkaffee beliefert. Der Lagerstandort Neumarkt werde auf wöchentlicher Basis per Ganzzug versorgt.

Wo es geht, wird per Zug geliefert

Zudem setze Tchibo auf direkte Lieferwege zwischen Röstereien und Distributionszentren. Als besonders effizient gelte der Einsatz des Gigaliners, ein Lang-LKW, zwischen den Lagerstandorten Bremen und Gallin. Die Belieferung der Filialen und Supermärkte mit Non-Food- und Kaffeeartikeln bündele das Unternehmen über einen Dienstleister. Somit werden, laut Tchibo, Kilometer und CO₂-Emissionen auf der Straße eingespart. Um weitere Verbesserungen für den Klimaschutz umzusetzen, testet der Handelskonzern nach eigenen Angaben neue Transportmittel und -wege, wie etwa den Schienentransport von China nach Bremen.

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