Nachhaltigkeit: Segro entwickelt bei Hamburg seine erste Logistikimmobilie aus Holz

Durch die Holzbauweise des Segro Logistics Centre in Neu Wulmstorf können laut Entwickler bis zu 14 Prozent der für den Bau benötigten CO2-Emissionen im Vergleich zur konventionellen Bauweise eingespart werden.

Segro hat den symbolischen Spatenstich für sein neues Logistikzentrum bei Hamburg in Holzbauweise vollzogen. (Bild: Segro)
Segro hat den symbolischen Spatenstich für sein neues Logistikzentrum bei Hamburg in Holzbauweise vollzogen. (Bild: Segro)
Gunnar Knüpffer

Segro hat den symbolischen ersten Spatenstich für sein Logistics Centre Hamburg Neu Wulmstorf gesetzt. Dabei handele es sich um die erste Logistikimmobilie des Unternehmens sowie Norddeutschlands mit einem kompletten Tragwerk aus Holz, hieß es am 3. Juni in einer Pressemitteilung des Eigentümers, Verwalters und Entwicklers von Logistik- und Industrieimmobilien. Die Bauarbeiten werden dabei von dem Generalunternehmer Köster durchgeführt.

Das Segro Logistics Centre soll rund 22.000 Quadratmeter Logistikfläche umfassen, die in zwei Einheiten unterteilt werden kann und bis Anfang 2025 fertiggestellt sein soll. Durch die Holzbauweise können laut Entwickler bis zu 14 Prozent der für den Bau benötigten CO2-Emissionen im Vergleich zur konventionellen Bauweise eingespart werden.

Spätere Nutzer sollen den durch Fotovoltaik-Anlagen (PV) auf dem Dach generierten Grünstrom selbst verwenden können. Insgesamt wird die PV-Anlage eine Kapazität von 1,96 Megawatt Peak aufweisen. Für die Beheizung der Hallen- und Büroflächen wird ein nachhaltiges Wärmepumpensystem eingesetzt. Insgesamt strebt Segro für das Areal die Nachhaltigkeitszertifikate DGNB Platin sowie DGNB Klimapositiv an (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen). Das bedeute, dass die Immobilie einen positiven Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten werde, teilte der Entwickler mit. Mit dem Aufstellen von Bienenstöcken, Insektenhotels und Nisthöhlen für heimische Vögel will Segro auch die Biodiversität vor Ort fördern.

„Dieses Projekt ist ein großartiges Beispiel dafür, wie wir kontinuierlich nach Möglichkeiten suchen, um die Kohlenstoff-Emissionen unserer Projektentwicklungen zu reduzieren – sowohl durch den Bau der Struktur aus Holz anstelle von Stahl als auch durch Investitionen in erneuerbare Energien, um den zukünftigen Nutzern zu helfen, ihre eigenen Emissionen im Betrieb zu reduzieren“, sagte Julian Kux, Director Logistics Germany bei Segro.

Mit dem Spatenstich würden sie sich perfekt im Zeitplan befinden, um die Baumaßnahmen wie geplant im ersten Quartal 2025 abzuschließen. Bei ihrem Projekt hätten sie sich für eine spekulative Entwicklung der Flächen entschieden, da sie angesichts der guten Lage und ihres Flächenkonzepts äußerst zuversichtlich seien, auf ein größeres Interesse bei potenziellen Nutzern zu stoßen.

Von der Logistikimmobilie ist die Autobahn A1 über die Bundesstraße 73 in wenigen Minuten zu erreichen. Darüber hinaus soll in wenigen Kilometern Entfernung ein Anschluss an die A 26 geschaffen werden.