Nachhaltigkeit: S.Pellegrino setzt auf klimafreundlichen Transport

Im Süden Deutschlands setzt der Getränkeanbieter nun auch Elektrolaster und Biomethan-Lkw ein.

Das Mineralwasser von S.Pellegrino wird in München seit Januar mit Elektro- und Biomethan-Lkw transpotiert. Marc Honold, Geschäftsführer von Nestlé Waters Deutschland & Österreich, sieht das als nächsten Schritt auf dem Weg zur Klimaneutralität. (Foto: Nestlé)
Das Mineralwasser von S.Pellegrino wird in München seit Januar mit Elektro- und Biomethan-Lkw transpotiert. Marc Honold, Geschäftsführer von Nestlé Waters Deutschland & Österreich, sieht das als nächsten Schritt auf dem Weg zur Klimaneutralität. (Foto: Nestlé)
Sandra Lehmann

Um den Transport seiner Mineralwasser umweltfreundlicher zu gestalten, setzt der Getränkeanbieter S.Pellegrino, ein Unternehmen der Nestlé Gruppe, nach eigenen Angaben im Süden Deutschlands nun sowohl Elektrolaster als auch Biomethan-Lkw ein. Wie S.Pellegrino am 9. Februar im Rahmen einer Pressemeldung bekannt gab, wird das Mineralwasser, das mit dem Zug am Cargo-Terminal in München ankommt, seit Januar 2021 auf Elektro- oder Biomethan-Lkw verladen. Die grünen Laster transportieren das italienische Wasser von dort zu den S.Pellegrino Kunden im Süden Deutschlands – um letztlich ihren Platz auf den Restauranttischen der Region zu finden.

Mit dem Zug nach Deutschland

Für die Reise des Mineralwassers von Italien nach Süddeutschland setzt S.Pellegrino eigenen Aussagen zufolge auf intermodalen Transport: Mit Lkw werden die Flaschen zunächst vom Produktionswerk in San Pellegrino Terme nach Mailand gefahren. Von dort aus werden die Getränke per Zug nach Deutschland und dann weiter auf der Straße bis zum Großhandel transportiert.

„Diese letzte Teilstrecke vom Bahnhof bis zum Kunden wollen wir nun angehen“, erläutert Marc Honold, Geschäftsführer von Nestlé Waters Deutschland & Österreich. „Hier setzen wir ab 2021 auf biogas- und elektroangetriebene Lkw. Das spart weitere Emissionen – für uns ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Klimaneutralität, die wir bis 2022 erreichen wollen.“

Den kompletten Transport von der Quelle bis zum Großhändler übernimmt die Spedition Ansorge.

„Auf der langen Strecke über die Alpen verbinden wir ab sofort die Stärke der Bahn mit alternativen Antrieben im Nahverkehr“, so Wolfgang Thoma, Geschäftsführer der Spedition Ansorge.

Für die Vor- und Nachläufe zur Schiene kommt dabei auch ein ganz besonderes Fahrzeug zum Einsatz: der „Elias“. Eine vollelektrische Zugmaschine, die nach Angaben der Spedition zusammen mit Technologiepartnern in Eigenregie entwickelt wurde.

Mehr als 3.000 Tonnen CO2 weniger

Wie S.Pellegrino mitteilte, spart der Getränkeanbieter durch den Transport nach Deutschland mit dem Zug heute bereits 3.900 Tonnen CO2 im Jahr ein.

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