Nachhaltigkeit: LGI spart Energie mit dem eSaver

Mit der Lösung reduziert der Dienstleister seine CO2-Emissionen am Standort Ketsch um 40 Tonnen im Jahr.

Am LGI-Standort Ketsch ist ein Tool zur Energieeinsparung des Anbieters eSaver im Einsatz. Damit sollen Kosten reduziert und CO2 eingespart werden. (Foto: LGI)
Am LGI-Standort Ketsch ist ein Tool zur Energieeinsparung des Anbieters eSaver im Einsatz. Damit sollen Kosten reduziert und CO2 eingespart werden. (Foto: LGI)
Sandra Lehmann

Der Logistikdienstleister LGI Logistics Group International GmbH nutzt am Standort Ketsch ein Energiesparmodul des Anbieters eSaver, um Kosten zu sparen und dem Ziel der CO2-Neutralität im Anlagenbetrieb näherzukommen. Das geht aus einer Pressemeldung des Logistikdienstleisters hervor. Demnach gleicht die eSaver-Lösung Schwankungen beim ankommenden Netzstrom aus und sorgt so für einen effizienteren Energieverbrauch.

Nach dem E-Auto-Konzept

Vergleichbar sei dies etwa mit der „Rekuperation“ in der Formel 1 oder bei modernen Elektroautos: Überschüssige Energie wird in der Kurve im Fahrzeug aufgebaut und auf der Geraden wieder abgegeben. Ganz ähnlich könne der „eSaver“ Netz-Überspannungen im Millisekunden-Bereich abschöpfen und später wieder einspeisen – anstatt sie als Wärme an die Umgebung abzugeben.

Störeffekte reduzieren

Konkret handele es sich um einen sogenannten Tiefpassfilter, der durch einen zusätzlichen Spartransformator mit von eSaver entwickelter Software dabei helfe, vorhandene Störeffekte mittels Filterwirkung zu reduzieren. Einsparungen entstünden durch den Aufbau eines Magnetfeldes, die Speicherung von Netzrückwirkungen und die damit einhergehende Umwandlung in Wirkstrom.

Dass die Lösung auch für energieintensive Logistik-Standorte sinnvoll sein kann, bestätigte sich nach LGI-Angaben nach einer Beprobungsphase am Standort in Böblingen. Dort erbringt LGI Dienstleistungen in den Bereichen Crossdocking und Produktionsversorgung für einen Automobilhersteller. Im Dreischichtbetrieb mit mehr als 100 Beschäftigten werden auf circa 27.000 Quadratmetern täglich circa 13.000 Ladungsträger umgeschlagen. Das Ergebnis nach zwei Wochen: rund acht Prozent geringere Energiekosten sowie eine Glättung der Lastkurve, resultierend in Verbesserungen beim Lastmanagement, heißt es vonseiten des Dienstleisters.

Geförderte Lösung

Nach dem erfolgreichen Testbetrieb stattete LGI auch den Standort in Ketsch bei Mannheim mit dem Gerät aus. Dort betreibt das Unternehmen eine Logistikanlage mit 35.000 Quadratmetern für High-Tech-Logistik. Seit Einbau und Inbetriebnahme des festinstallierten Geräts im September 2022 sei der eSaver störungsfrei in Betrieb. Hochgerechnet entspreche die Energieeinsparung am Standort fortan 40 Tonnen CO2 pro Jahr. Zusätzlicher Vorteil: Für die Anschaffung gab es eine staatliche Förderung in Höhe von etwa 40 Prozent.

„Nach konservativer Schätzung sehen wir demnach eine Amortisation der Investition in einem Zeitraum von vier bis fünf Jahren durch den geringeren Energieverbrauch“, erläutert Florian Erdmann, Gebäudemanager bei der LGI Logistics Group International. „Neben dem finanziellen Aspekt ist für uns vor allem wichtig, dass wir mit dem eSaver einen Beitrag zur Erreichung unserer Nachhaltigkeitsziele bewirken.“

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