Nachhaltigkeit: Knorr-Bremse verstärkt ESG-Maßnahmen

Der Komponentenanbieter koppelt sein Supply Chain Finance-Programm künftig an die Nachhaltigkeitsbemühungen seiner Zulieferer.

Der Bremssysteme-Hersteller Knorr-Bremse setzt künftig auf mehr Nachhaltigkeit bei seinen Lieferanten. (Foto: Knorr Bremse)
Der Bremssysteme-Hersteller Knorr-Bremse setzt künftig auf mehr Nachhaltigkeit bei seinen Lieferanten. (Foto: Knorr Bremse)
Sandra Lehmann

Die Knorr-Bremse AG treibt nach eigenen Angaben ihre ESG-Bemühungen konsequent voran und koppelt das bestehende Supply Chain Finance-Programm (SCF) mit Unterstützung der Deutschen Bank an ESG-Bewertungen von Lieferanten. Indem Knorr-Bremse finanzielle Anreize zur Förderung von mehr Nachhaltigkeit bei Lieferanten setzt, macht das Unternehmen einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltiger Wertschöpfung, wie es in einer Pressemeldung von 16. Dezember heißt.

Vorteile für Lieferanten sollen weiter steigen

Bereits seit 15 Jahren profitieren Lieferanten von Knorr-Bremse laut dem Unternehmen durch das Supply Chain Finance-Programm der Deutschen Bank: So erhalten sie zum Beispiel früher ihr Geld, indem die Bank den Zeitraum bis zur Begleichung der Rechnung durch Knorr-Bremse vorfinanziert und attraktive Zinssätze gewährt. Dabei orientieren sich die Finanzierungskosten für die Lieferanten an der Bonität von Knorr-Bremse, wodurch der finanzielle Aufwand für Lieferanten in der Regel sinkt. Mit der Erweiterung des Programms um Nachhaltigkeitskomponenten sollen die finanziellen Vorteile für die Lieferanten weiter steigen: Wer nachhaltiger wirtschaftet, werde mit noch besseren finanziellen Konditionen belohnt. So soll das global angelegte Programm schrittweise immer mehr Lieferanten dazu bringen, ihre ESG-Maßnahmen zu verbessern.

Frank Markus Weber, Finanzvorstand und Vorstandssprecher der Knorr-Bremse AG:

„Unser Supplier Early Payment Programm wird nachhaltiger: Bereits bei unserem Konsortialkredit und unserem Sustainability Linked Bond haben wir ja gezeigt, wie sich Finanzierungsinstrumente und Nachhaltigkeit sinnvoll verbinden lassen. Das in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank umgesetzte Sustainability-linked Supply Chain Finance Programm ist damit bereits der dritte Baustein im Finanzierungsbereich, mit dem wir bei Knorr-Bremse Nachhaltigkeit gezielt fördern. Die finanziellen Vorteile, die sich aus dem jüngsten Programm ergeben, machen eine ESG-Bewertung für Lieferanten besonders attraktiv und schaffen so eine Win-Win-Situation für beide Seiten: für unsere Lieferanten und für uns als Knorr-Bremse.“

„Mit Sustainability-linked Supply Chain Finance Programmen ermöglichen wir unseren Kunden, ihre Lieferanten zu einem nachhaltigeren Handeln zu incentivieren. Durch die Verbesserung ihrer ESG-Ratings können Lieferanten ihre Finanzierungskosten gemeinsam mit ihren Kunden weiter reduzieren“, so Jan-Philipp Gillmann, Europachef der Unternehmensbank, Deutsche Bank.

Lieferanten könnten im Sustainability-linked Supply Chain Finance Programm (SSCF) zwischen zwei ESG-Rating-Anbietern wählen: Ecovadis und NQC. Damit bietet das Programm Knorr-Bremse zufolge mehr Flexibilität gegenüber anderen vergleichbaren Angeboten. Für NQC ist es das Debüt in einem solchen Programm.