Nachhaltigkeit: Hamburger Hafen und Logistik rüstet AGV am CTA mit batterieelektrischem Antrieb aus

Die Hamburger Hafen und Logistik AG setzt am Container Terminal Altenwerder (CTA) auf batterieelektrische Automated Guided Vehicle. Bis 2040 soll konzernweit klimaneutral produziert werden.

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) nutzt am Container Terminal Altenwerder nur noch batterieelektrische Automated Guided Vehicle. (Bild: HHLA)
Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) nutzt am Container Terminal Altenwerder nur noch batterieelektrische Automated Guided Vehicle. (Bild: HHLA)
Gunnar Knüpffer

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat die Flotte von 95 Automated Guided Vehicle (AGV) am Container Terminal Altenwerder (CTA) auf batterieelektrischen Antrieb umgestellt. Für den kompletten Containertransport vom Schiff bis in das Containerlager ist somit kein Einsatz fossiler Energien mehr notwendig – die Prozesse laufen vollständig elektrifiziert, kommunizierte HHLA. Durch die Umstellung auf batterieelektrisch betriebene AGVs und dem damit verbundenen, stark verminderten Dieselverbrauch, würden am CTA jährlich rund drei Millionen Liter Diesel eingespart. Dies entspricht circa 8.000 Tonnen CO2-Emissionen.

Die Umstellung der AGV-Flotte am CTA wurde von der Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Förderprogramms „Energiewende in Unternehmen“ unterstützt. Das Ziel war die Minderung der CO2-Emissionen durch die gesteigerte Nutzung fluktuierender erneuerbarer Energien und die Verbesserung der Effizienz in der Energieversorgung.

„Auch an den anderen Terminals der HHLA investieren wir weiter in die Elektrifizierung der Geräte, um bis 2040 konzernweit klimaneutral zu produzieren“, sagte Oliver Dux, Direktor Technik der HHLA.

Im August hatte der CTA vom TÜV Nord erneut das Zertifikat des klimaneutralen Unternehmens erhalten, denn auch die 14 Containerbrücken für den wasserseitigen Umschlag, die 52 Portalkräne im Containerblocklager sowie die vier Bahn-Portalkräne werden bereits mit Ökostrom betrieben. Auch der Einsatz von batteriebetriebenen Zugmaschinen wird am CTA bereits getestet. Perspektivisch soll auch die Zugmaschinenflotte am CTA vollständig elektrifiziert werden.

Die letzten Prozesse, die am CTA heute noch CO2-Emissionen verursachen, werden über Kompensationszertifikate ausgeglichen. Mit diesen unterstützt die HHLA Klimaschutzprojekte, die nach höchstem Gold-Standard gemäß Voluntary Emission Reduction (VER) zertifiziert sind. Ziel ist es laut HHLA, den Kompensationsanteil weiter konsequent zu reduzieren. Dafür setzt das Logistikunternehmen gemeinsam mit Partnern auf die Entwicklung neuer technischer Lösungen.