Nachhaltigkeit: Fristads bringt erstes Kreislaufprodukt auf den Markt

Der Spezialist für Arbeitsbekleidung bietet seit Kurzem ein Sweatshirt mit Fasern aus Altkleidung an.

Der Workwear-Anbieter Fristads hat sein erstes Kreislaufprodukt gelauncht: Ein Sweatshirt, das zum Teil aus Altkleidern besteht. (Foto: Fristads)
Der Workwear-Anbieter Fristads hat sein erstes Kreislaufprodukt gelauncht: Ein Sweatshirt, das zum Teil aus Altkleidern besteht. (Foto: Fristads)
Sandra Lehmann

Der schwedische Workwear-Anbieter Fristads hat ein Sweatshirt entwickelt, das zum Teil aus ausgedienten Fristads-Kleidungsstücken besteht. Das teilte das Unternehmen am 2. April in einer Pressemeldung mit.

Demnach wird das Sweatshirt mit 15 Prozent Kreislauffasern hergestellt, die aus alten gesammelten Fristads-Teilen produziert werden. Für die Fertigung des neuen Stoffes wurde das gesammelte Material in kleinere Stücke geteilt und zu Fasern verarbeitet. Die Kreislauffasern werden dann mit weiteren Fasern gemischt, um Garn herzustellen.

„Der Anteil der Kreislauffasern im Endprodukt wurde sorgfältig ausgewählt, um unsere hohe Qualität zu sichern. Unser Ziel ist es, den Anteil an Kreislauffasern im Laufe der Zeit zu erhöhen, während wir unsere Kreislauflösung weiterentwickeln“, sagt Lisa Rosengren, Leiterin der Abteilung R&D Raw Material bei Fristads.

Das erste Kreislaufprodukt wird eine Umweltproduktdeklaration (Environmental Product Declaration, EPD) haben, aus der hervorgeht, wie stark die Umweltbelastung durch die Verwendung vorhandener Fasern zur Herstellung neuer Fasern reduziert wird, heißt es vonseiten Fristads.

„Es war eine echte Reise, um sicherzustellen, dass alle unsere Anforderungen erfüllt werden, und wir haben während dieses Prozesses viel gelernt. Dass wir nun endlich unser erstes Produkt aus Kreislauffasern auf den Markt bringen können, ist eine Anerkennung für unsere harte Arbeit und ein wichtiger Schritt in unserem Bestreben, die Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren“, so Rosengren.

Die erste zirkuläre Produktentwicklung von Fristads begann nach Unternehmensangaben im Jahr 2021, als ein Poloshirt teilweise aus ausrangierten Kleidungsstücken eines Fristads-Kunden in den Niederlanden hergestellt wurde. Im Rahmen eines gemeinsamen Pilotprogramms wurden ausgediente Poloshirts gesammelt und zu neuen Kleidungsstücken recycelt, wodurch sich der Kreislauf für einen Teil der Bekleidungsproduktion von Fristads schloss. Der Recyclingprozess für das Projekt wurde 2022 zertifiziert. Damit ist Fristads eigenen Aussagen zufolge der erste Bekleidungshersteller in der Region, der die Rückverfolgbarkeit der recycelten, im Kreislauf geführten Rohmaterialien für einen bestimmten Kunden garantieren kann. Das niederländische Modell werde als Blaupause für die Einführung und Ausweitung des Recyclings auf allen Märkten von Fristads dienen.