Nachhaltigkeit: Evonik gibt Verträge bevorzugt an klimafreundliche Spediteure

In einer gemeinsamen Initiative mit Logistikunternehmen soll der Einsatz von Biomethan als Lkw-Kraftstoff vorangetrieben werden.

Evonik arbeitet bevorzugt mit Transportlogistikern zusammen, die Biomethan im Straßengüterverkehr nutzen. (Foto: Evonik)
Evonik arbeitet bevorzugt mit Transportlogistikern zusammen, die Biomethan im Straßengüterverkehr nutzen. (Foto: Evonik)
Therese Meitinger

Durch eine gemeinsame Initiative wollen das Essener Spezialchemieunternehmen Evonik und eine Reihe von Logistikunternehmen die Machbarkeit des Klimaschutzes im Gütertransport demonstrieren. Das berichtet eine Pressemitteilung vom 13. Januar. Im Fokus stehe dabei, verstärkt Lastwagen mit klimaschonendem Biogas-Kraftstoff einzusetzen, um so den Ausstoß an Kohlendioxid zu senken, heißt es. Statt Diesel aus fossilen Quellen ist dabei Biomethan im Tank. Evonik hat eine Membrantechnologie entwickelt, durch die sich nach Unternehmensangaben hochreines Biomethan effizient gewinnen lässt, die Expertise steuere man nun auch zu dem Projekt bei.

Vorfahrt für Logistikunternehmen mit Biomethan im Tank

Mit der neuen Initiative hat sich der Spezialchemiespezialist nun auf die Fahnen geschrieben, Lkw-Transporte von Rohstoffen und fertigen Produkten emissionsärmer zu machen. Gelingen soll das durch die verstärkte Zusammenarbeit mit Logistikfirmen, die gasbetriebene Lkw einsetzen. Der Logistik-Einkauf von Evonik will der Mitteilung zufolge Logistikunternehmen, die einen positiven Beitrag zu den Unternehmenszielen im Nachhaltigkeitsbereich leisten, zukünftig für Aufträge und längerfristige Transportverträge bevorzugt berücksichtigen.

Für Stefan Haver, Leiter Sustainability bei Evonik, steht das Engagement des Spezialchemieunternehmens in einem umfassenden Kontext:

„Vorausschauendes Ressourcenmanagement ist ein wichtiges Element unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Wir haben uns ehrgeizige Klimaziele gesetzt und unsere CO2-Emissionen in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich gesenkt.“

Evonik will die Speditionspartner der Initiative zudem bei der Suche nach geeigneten Plätzen für Bio-LNG-Tankstellen und durch Standorte unterstützen, an denen Biogas zu Biomethan aufgereinigt oder verflüssigt werden kann. So ist der Spezialchemiekonzern nach Unternehmensangaben unter anderem am Ausbau des BioEnergie Parks Güstrow der EnviTec Biogas AG beteiligt. Dort sollen ab Herbst 2022 jährlich bis zu 9.000 Tonnen Biogas zu Biomethan (Bio-LNG) verflüssigt werden. Der klimafreundliche Kraftstoff steht anschließend über mehrere Tankstellennetze für den Schwerlastverkehr zur Verfügung.