Nachhaltigkeit: DHL investiert in klimaneutrale Logistik

Deutsche Post DHL Group beschleunigt den Prozess der Dekarbonisierung des eigenen Unternehmens.

 „Als Marktführer sind wir Vorbild für verantwortungsvolles Handeln", erklärt Melanie Kreis, Finanzvorstand von Deutsche Post DHL Group. (Foto: Deutsche Post DHL Group)
„Als Marktführer sind wir Vorbild für verantwortungsvolles Handeln", erklärt Melanie Kreis, Finanzvorstand von Deutsche Post DHL Group. (Foto: Deutsche Post DHL Group)
Melanie Wack
(erschienen bei Transport von Radosveta Angelova)

Der neue Nachhaltigkeitsfahrplan ist da: Der Konzern Deutsche Post DHL Group investiere bis 2030 insgesamt sieben Milliarden Euro (Opex und Capex) in Maßnahmen zur Reduzierung seiner CO2-Emissionen, insbesondere in alternative Kraftstoffe für den Luftverkehr, in den Ausbau der emissionsfreien E-Fahrzeug-Flotte und in klimaneutrale Gebäude, das hat das Unternehmen kürzlich bekannt gegeben. Als Teil der „Science Based Targets“ Initiative (SBTi) habe das Unternehmen unter anderem konkrete Ziele zur Reduktion seiner Treibhausgasemissionen bis 2030 im Einklang mit dem Pariser Klimaschutzabkommen gesetzt und den Nachhaltigkeitsfahrplan mit neuen ESG-Zielen ausgebaut. Laut eigenen Angaben hat der Konzern auch klare Ziele und Maßnahmen in den Bereichen soziale Verantwortung und Governance gesetzt. Als Zeichen des Bekenntnis zum nachhaltigen Wirtschaften sei eine konkrete Maßnahme der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat der Deutsche Post DHL Group, die Vorstandsvergütung noch stärker mit der nachhaltigen Unternehmensentwicklung zu verknüpfen; dieser soll in der Hauptversammlung am 6. Mai 2021 offeriert werden.

„Wir machen aus unserem gelben Konzern ein grünes Unternehmen und leisten damit einen wichtigen Beitrag für unseren Planeten und die Gesellschaft“, sagt Frank Appel, Vorstandsvorsitzender von Deutsche Post DHL Group. „Ich bin überzeugt: Indem wir unsere ESG-Ziele noch stärker in den Fokus rücken, bleiben wir erste Wahl für Kunden, Mitarbeiter und Investoren – und schaffen damit die Grundlagen für langfristigen wirtschaftlichen Erfolg.“

Nachhaltigkeit als elementarer Bestandteil

Im Jahr 2017 hatte der Konzern bereits verkündet, er würde seine Treibhausgasemissionen bis 2050 netto auf null reduzieren. Durch die 2019 eingeführte „Strategie 2025“ sei Nachhaltigkeit endgültig zu einem elementaren Bestandteil der Unternehmensstrategie geworden, so der Konzern. Neben innovativen Lösungen für die Lieferketten biete die Deutsche Post DHL Group auch Lösungen für ihre Kunden, sodass alle Beteiligten ihre Umweltziele erreichen können.

Appel führt aus:„Covid-19 hat die großen Megatrends unserer Zeit noch einmal verstärkt: Globalisierung, Digitalisierung, E-Commerce und Nachhaltigkeit – die vier Treiber unserer ‚Strategie 2025‘. Von all diesen Themen ist Nachhaltigkeit die drängendste Herausforderung. Mit unserer ESG-Roadmap verstärken wir unsere Anstrengungen und fördern damit explizit die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen.“

Klares Zeichen

Trotz des zu erwartenden kräftigen Wachstums der weltweiten Logistikaktivitäten habe sich das Unternehmen dazu verpflichtet, im Kampf gegen den Klimawandel ein klares Zeichen zu setzen: Im Jahr 2020 lag der CO2-Ausstoß ohne die Maßnahmen des neuen Nachhaltigkeitsfahrplans bei 33 Millionen Tonnen und sei für das Jahr 2030 bei etwa 46 Millionen Tonnen zu prognostizieren. Der Konzern habe sich jedoch im Rahmen der Science Based Targets Initiative dafür ausgesprochen, bis 2030 den CO2-Ausstoß auf unter 29 Millionen Tonnen zu reduzieren. Zu diesem Zweck soll in den nächsten zehn Jahren der Umstieg auf Elektromobilität stark gefördert werden und somit 60 Prozent der weltweiten Lieferfahrzeuge für die letzte Meile elektrisch angetrieben werden. In Summe wären mehr als 80.000 E-Fahrzeuge der Deutsche Post DHL Group auf der Straße. Zusätzlich investiere das Unternehmen in die Entwicklung und den Einsatz von Kraftstoffen, die aus nachhaltigen Rohstoffen und erneuerbaren Energien hergestellt werden, um den Ansprüchen des nachhaltigen Fernverkehrs gerecht zu werden. Ziel sei bis 2030 mindestens 30 Prozent des Kraftstoffbedarfs in der Luftfracht und im Fernverkehr durch nachhaltige Kraftstoffe abdecken zu können.

„Nachhaltige, saubere Kraftstoffalternativen sind für eine klimaneutrale Logistik in einer globalisierten Welt elementar. Speziell im Lufttransport werden diese zur Reduzierung der CO2-Emissionen beitragen. Deshalb werden wir uns noch intensiver in Initiativen engagieren und industrieübergreifend den Austausch stärken, um hier eine globale Strategie und Standards zu entwickeln. Fest steht: Nur mit vereinten Kräften – länder- und sektorübergreifend – erreichen wir in allen Bereichen wirklich nachhaltigen Fortschritt“, appelliert Appel, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Post DHL Group.

Mehr Verantwortung

Neben der Verantwortung gegenüber der Umwelt wolle der Konzern auch mehr soziale Verantwortung tragen: Basierend auf den Unternehmenswerten „Respekt & Resultate“ seien Inklusion und Chancengleichheit innerhalb des Unternehmens wichtige Werte. So soll der Anteil weiblicher Führungskräfte im Management von heute 23,2 Prozent bis 2025 auf mindestens 30 Prozent steigen. Auch das „Mitarbeiterengagement“ möchte die Deutsche Post DHL Group fördern und konstant auf hohem Niveau halten. Weiterhin habe sich der Konzern verpflichtet, jährlich ein Prozent seines Nettogewinns in seine Social-Impact-Programme und -Initiativen zu investieren, um einen sozialen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Und auch hinsichtlich der Unternehmensführung seien noch strengere Regeln implementiert worden, so zum Beispiel ein aktualisierter, auf Nachhaltigkeit ausgerichteter Verhaltenskodex für die Zulieferer und eine neue Grundsatzerklärung zu Menschenrechten.

 „Als Marktführer sind wir Vorbild für verantwortungsvolles Handeln, ethisch einwandfreie Geschäftspraktiken und faires Verhalten. ESG ist ein integraler Bestandteil unserer Strategie 2025, und alle relevanten Kennzahlen werden daher in die Steuerung des Konzerns und die reguläre Berichterstattung integriert“, schließt Melanie Kreis, Finanzvorstand von Deutsche Post DHL Group.

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