Nachhaltigkeit: Brambles nimmt regenerative Lieferkette in den Blick

Unternehmen verpflichtet sich auf neue Umweltziele für 2025.

Das australische Unternehmen Brambles hat angekündigt in regenerative Lieferketten zu investieren und für jeden gefällten Baum zwei neue zu pflanzen. (Symbolbild: Paladin1212/Fotolia)
Das australische Unternehmen Brambles hat angekündigt in regenerative Lieferketten zu investieren und für jeden gefällten Baum zwei neue zu pflanzen. (Symbolbild: Paladin1212/Fotolia)
Sandra Lehmann

Brambles Limited, Muttergesellschaft des Paletten-Poolinganbieters Chep , hat seinen Nachhaltigkeitsbericht 2020 veröffentlicht. Darin Bericht beschreibt das Unternehmen nach eigenen Angaben, welche Leistungen im Rahmen der „Nachhaltigkeitsziele 2020 erreicht worden sind und gibt einen Ausblick auf die kommende Etappe der hauseigenen Nachhaltigkeitsreise. So möchte das im australischen Sydney ansässige Unternehmen seinen Fokus künftig auf regenerative Supply Chains zum Wohle zukünftiger Generationen legen.

2015 startete Brambles eigenen Aussagen zufolge seine Nachhaltigkeitsstrategie „Better Planet, Better Business und Better Communities“ und die „2020 Sustainability Goals“. Diese zielten darauf ab, mithilfe seines zirkulären Geschäftsmodells des Teilens und Wiederverwendens die negativen Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit und der Supply Chains seiner Kunden weltweit zu reduzieren.

Durch die Säule „Better Planet“ habe Brambles die Umweltbelastung globaler Lieferketten deutlich reduziert und folgende Einsparungen erreicht:

  • 10,3 Millionen Tonnen CO2 – das entspreche dem jährlichen CO2-Ausstoß von 1.950.560 Haushalten
  • 34,3 Gigaliter Wasser – oder circa 13.720 Schwimmbecken
  • Acht Millionen Kubikmeter Holz, 5,8 Millionen Tonnen Festabfälle und die Rettung von acht Millionen Bäumen

Im Einklang mit der Verpflichtung zur Null-Abholzung, die Brambles 2015 eingegangen ist, wurde nach Eigenangaben das Ziel für 2020 erreicht, weltweit 100 Prozent des Holzes aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern zu beziehen. Dabei fielen 62,7 Prozent des Holzes auch unter die Produktkettenzertifizierung (Chain of Custody) des FSC, einer Organisation für die Absicherung wichtiger Umwelt- und Sozialstandards im Wald.

Partnerschaften mit Hertsellern und Händlern

Durch die Säule „Better Business“ und das Ziel „Better Collaboration“ habe Brambles Programme in Zusammenarbeit mit seinen Kunden gelauncht, wie etwa. die Initiative „Zero Waste World“. Die Initiative hat zum Ziel, Partnerschaften mit Herstellern und Händlern einzugehen und so nachhaltigere Supply Chains aufzubauen. Sie umfasse sogenannte Collaborative Transport Solutions, mithilfe derer laut Brambles innerhalb eines Jahres 75 Millionen gefahrene Kilometer und 86.000 Tonnen CO2-Ausstoß eingespart werden konnten.

Zusätzlich zum Nachhaltigkeitsbericht 2020 hat Brambles eine neue Strategie für die kommenden fünf Jahre vorgestellt. Ziel der neuen Nachhaltigkeitsvision des Unternehmens sei es, das volle Potenzial des zirkulären Ansatzes auszuschöpfen: das heißt weg von einem degenerativen System und hin zu einem regenerativen Modell, das nicht nur Ressourcen auffüllt, sondern Natur und Gesellschaft Mehrwert zuführt, so Brambles in einer Pressemeldung.

Für jeden gefällten Baum zwei neue

Für das Unternehmen bedeute dieser Ansatz, für jeden gefällten Baum zwei neue Bäume zu pflanzen. Ebenso beinhalte das Konzept, für langlebige, wiederverwendbare Produkte recyceltes Plastik oder Plastik aus Upcycling zu verwenden. Kunden und die Allgemeinheit sollen dabei unterstützt werden, auf Einwegplastik zu verzichten und dieses Problem anzugehen. Darüber hinaus soll dem Klimawandel aktiv entgegengewirkt werden. Brambles hat sich dazu nach Eigenangaben auf das 1,5-Grad-Ziel verpflichtet, auf das sich Klimaforscher und der Weltklimarat (IPCC) verständigt haben.

Juan José Freijo, Head of Global Sustainability bei Brambles, kommentierte die Nachhaltigkeitsvision 2025: „Viele schlagen schon seit Jahren Alarm. Das Jahr 2020 hat nun gezeigt, wie zerbrechlich Supply Chains sind und wie tief die Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft verankert ist. Der ungebremste, schnelle Klimawandel und der Verlust von Ökosystemen könnten sogar noch verheerender sein. Deshalb haben wir es uns zum Ziel gesetzt, Pionierarbeit für wirklich regenerative Supply Chains zu leisten.“

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