Nachhaltigkeit: Bayer forciert komplette Recyclingfähigkeit bei Verpackungen

Gemeinsam mit dem Anbieter Papacks entwickelt der Pharma- und Chemiegüterkonzern eine Alternativverpackung zu herkömmlichen Kunststoffen.

Der Pharmakonzern Bayer entwickelt gemeinsam mit Papacks eine nachhaltige Verpackungslösung. (Foto: Bayer)
Der Pharmakonzern Bayer entwickelt gemeinsam mit Papacks eine nachhaltige Verpackungslösung. (Foto: Bayer)
Sandra Lehmann

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat eine strategische Zusammenarbeit mit Papacks gestartet, um faserbasierte Verpackungen als Alternative zu herkömmlichen Kunststoffverpackungen für einige der Consumer-Health-Produkte des Unternehmens zu entwickeln. Das geht aus einer Pressemeldung des auf nachhaltige Verpackungslösungen spezialisierten Unternehmens Papacks hervor. Die Bayer AG wolle mit dem Schritt sicherstellen, dass 100 Prozent der Verpackungen ihrer Selbstpflegeprodukte zur Kreislaufwirtschaft beitragen und bis 2030 recyclingfähig oder wiederverwendbar sind.

Die Zusammenarbeit ziele darauf ab, biologisch abbaubare, auf Zellstoff basierende Verpackungen aus verantwortungsvollen neuen Fasern zu entwickeln, die die Formzellstofftechnologie von Papacks nutzen. Diese Technologie verwendet nach Angaben des Herstellers Materialien aus erneuerbaren Quellen und eine pflanzliche Beschichtung.

„Die Reduzierung des Plastikverbrauchs ist eine der größten Herausforderungen unserer Branche, daher sind wir stolz darauf, mit Papacks zusammenzuarbeiten, um Fortschritte in Richtung der Verwendung von umweltfreundlichen, erneuerbaren Quellen für unsere Verpackungen zu beschleunigen“, sagte Jesse DelGigante, Direktor der Global Packaging Innovation für die Consumer Health Division von Bayer. „Diese Zusammenarbeit ist ein starker Schritt vorwärts auf unserem Weg zu nachhaltigen Verpackungen.“

„Wir freuen uns auf die Herausforderung, unsere einzigartige Zellstofftechnologie mit pflanzlicher Beschichtung mit den strengen Standards zu kombinieren, die von den Regulierungsbehörden für rezeptfreie Arzneimittel gefordert werden“, sagte Tahsin Dag, Gründer und CEO von Papacks. „Wir erwarten, dass diese Zusammenarbeit dazu beiträgt, Verpackungsstandards für die Branche neu zu definieren.“

Als Teil von Bayers Engagement für die Förderung nachhaltiger Verpackungslösungen folge diese Zusammenarbeit mit Papacks auf die kürzliche Ankündigung, dass das Unternehmen dem Blister Pack Collective beigetreten ist, um Einwegkunststoffe in der Gesundheitsverpackung zu reduzieren.