Nachhaltige Logistik: Barilla bringt tonnenweise Pasta auf die Schiene

Der Lebensmittelhersteller Barilla spart mit einer Zugverbindung zwischen Italien und Deutschland im Jahr mehr als 6.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid ein.

Barilla ist mit dem Projekt "Von der Straße auf die Schiene: Nachhaltigkeit als ganzheitliches Konzept" ins Finale um den Deutschen Logistik-Preis 2020 eingezogen. Claus Butterwege (links, President / Geschäftsführer Region Central Europe bei Barilla) und Bastian Diegel (Customer Service & Demand Planning & Sustainability Manager Barilla Deutschland) freuen sich über die Urkunde. (Foto: BVL/Bublitz)
Barilla ist mit dem Projekt "Von der Straße auf die Schiene: Nachhaltigkeit als ganzheitliches Konzept" ins Finale um den Deutschen Logistik-Preis 2020 eingezogen. Claus Butterwege (links, President / Geschäftsführer Region Central Europe bei Barilla) und Bastian Diegel (Customer Service & Demand Planning & Sustainability Manager Barilla Deutschland) freuen sich über die Urkunde. (Foto: BVL/Bublitz)
Matthias Pieringer

Knapp eine Millionen Packungen Pasta (490 Tonnen) und dazu noch jede Menge Saucen und Pesto transportiert die im italienischen Parma ansässige Barilla Gruppe seit März 2020 pro Zug von Italien nach Deutschland - und das dreimal pro Woche. Im Jahr spart Barilla damit nach eigenen Angaben mehr als 6.000 Tonnen CO2 ein. Möglich mache dies eine eigens initiierte Zugverbindung zwischen Fontevivo und Ulm, teilte der Lebensmittelhersteller mit.

Finalist um den Deutschen Logistik-Preis 2020

Barillas Engagement wurde am 21. Oktober in Berlin anlässlich der Verleihung des Deutschen Logistik-Preises 2020 durch die Bundesvereinigung Logistik (BVL) gewürdigt. Dank des Projekts „Von der Straße auf die Schiene: Nachhaltigkeit als ganzheitliches Konzept“ hatte die Barilla Gruppe die Finalrunde um den Deutschen Logistik-Preis 2020 erreicht (LOGISTIK HEUTE berichtete).

„Die ökologische Nachhaltigkeit, in der die Barilla Gruppe seit vielen Jahren führend ist, umfasst die gesamte Lieferkette, einschließlich der Logistik," so Bastian Diegel, Customer Service & Demand Planning & Sustainability Manager Barilla Deutschland. „Das intermodale Transportprojekt zwischen Norditalien und Süddeutschland war eine echte Herausforderung und ist in Europa einzigartig, zumal der nur 560 Kilometer lange Abschnitt, der Parma mit Langenau verbindet, normalerweise dem Straßentransport vorbehalten ist. Wir sind überaus zufrieden mit den Ergebnissen, die diese moderne Art des Transportwesens bei der Reduzierung der Emissionen und der Gewährleistung pünktlicher Lieferungen erzielt hat.“

Aussagen in diesem Video müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

Durchschnittlich 600 Tonnen Lebensmittel pro Zug

Das Projekt wurde im März 2020 ins Leben gerufen und ging anfänglich pro Woche mit zwei Zügen zwischen Italien und Deutschland an den Start. Ende Juni wurde diese Zahl auf drei Züge pro Woche erhöht und künftig könnten laut Barilla sogar vier Züge pro Woche verkehren. Jeder Zug – bestehend aus 16 Waggons mit insgesamt 32 Containern - transportiert durchschnittlich 600 Tonnen Barilla-Lebensmittel, hauptsächlich Pasta (490 Tonnen), gefolgt von Saucen (60 Tonnen) und Pesto (40 Tonnen).

Der Sonderverkehr verbindet Parma mit dem süddeutschen Ulm. Von dort aus sind es nur wenige Kilometer bis zum Lager eines Logistikdienstleisters in Langenau. Barilla konnte so nach eigenen Angaben eine erhebliche Optimierung hinsichtlich der Umweltbelastungen sowie der organisatorischen Effizienz erzielen. Insgesamt wird der CO2-Ausstoß im Vergleich zum Straßentransport um durchschnittlich 70 Prozent pro Jahr reduziert. Das entspricht einer Reduzierung von 6.000 Tonnen CO2 und spart rund 5.000 Lastwagen (-75 Prozent) auf der Straße ein. Zudem erhöhe der verbesserte Lieferfluss mit einer Pünktlichkeit von 99 Prozent auch die organisatorische Effizienz, so Barilla.

Nach dem Motto "Gut für dich, gut für den Planeten"

„Das Zugprojekt ist ein weiterer Meilenstein, um unsere CO2-Emissionen weiter zu reduzieren. Unser Ziel ist es, qualitativ hochwertige und sichere Produkte mit einer nachhaltigen Lieferkette anzubieten. Das ist auch ein Kernaspekt unserer Mission 'Gut für dich, gut für den Planeten'. Aus diesem Grund beziehen wir auch unsere Rohstoffe überwiegend lokal. So werden beispielsweise 88 Prozent des Hartweizens, der für die Herstellung von Teigwaren verwendet wird, in derselben Region angebaut, in der auch die Teigwaren hergestellt werden“, so Claus Butterwegge, President / Geschäftsführer Region Central Europe bei Barilla.

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