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Multichannel: Zalando startet Same-Day-Feldversuch in Paris

Onlineplattform testet mit Adidas Lieferungen außerhalb des Zalando-Shops.

Zalando und Adidas haben ein gemeinsames Pilotprojekt zur Same-Day-Lieferung begonnen. (Foto: Zalando)
Zalando und Adidas haben ein gemeinsames Pilotprojekt zur Same-Day-Lieferung begonnen. (Foto: Zalando)
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Sandra Lehmann

Die Online-Shoppingplattform Zalando und der Sportartikelhändler Adidas haben in Paris ein gemeinsames Pilotprojekt zur Lieferung von Same-und Next-Day-Artikeln gestartet. Das gab Zalando am 19. August öffentlich bekannt. Demnach sendet die Online-Shoppingplattform die Adidas-Ware von seinem Logistikzentrum in Moissy-Cramayel noch am gleichen oder nächsten Tag an Kunden in Paris. Das Besondere: Die Kunden bestellen nicht über den Zalandoshop, sondern auf der Website von Adidas Frankreich. Ziel der Kooperation ist Zalando zufolge eine effizientere und gemeinsame Nutzung von Logistikkapazitäten vor Ort.

Anbindung an Partner vereinfachen

Das seit Anfang August laufende Pilotprojekt ist nach Eigenangaben Zalandos erster Vorstoß im Bereich Multi-Channel, durch den das Unternehmen die Anbindung von Markenpartnern auf der Zalando Plattform weiter vereinfachen will. Die ersten Pakete wurden dem Onlinehändler zufolge bereits erfolgreich an Adidas-Kunden ausgeliefert. Sie profitierten von schnellerer Lieferung und erhalten ihr Paket innerhalb eines zweistündigen Lieferzeitfensters am gleichen Abend oder nächsten Tag - im gewohnten Gewand. Denn die Pakete würden zwar im Zalando Logistikzentrum bei Paris verpackt, kommen aber im neutralen Versandkarton.

„Der Test ist ein wichtiger Schritt im Rahmen unserer Plattformstrategie. Wir freuen uns sehr, mit unserem langjährigen Partner Adidas ein spannendes Modell zu testen, bei dem wir gemeinsam Synergien zum Wohle der Kunden schaffen: adidas-Kunden profitieren durch schnelle Lieferung, Zalando-Kunden, da wir unsere Same-Day Liefergebiete ausdehnen können”, sagt Jan Bartels, Senior Vice President Customer Fulfillment.

Alexandra Morton, Senior Vice President Supply Chain Management Europe bei Adidas, betont: „Als Sportunternehmen wissen wir, dass Schnelligkeit siegt. Unsere Zielgruppe, die Creators, leben heute in einer sich stets verändernden Welt, das prägt ihr Verhalten und ihre Erwartungen. Genau hier setzt der Pilot an, von dem Adidas-Kunden in der für uns strategisch wichtigen Stadt Paris von einer schnelleren Lieferung profitieren. Das Pilotprojekt zeigt, wodurch sich unsere langjährige und erfolgreiche Partnerschaft auszeichnet. adidas und Zalando teilen die Freude am Experimentieren und Innovation voranzutreiben. Das gibt uns die Möglichkeit, immer wieder neue Dinge auszuprobieren. Wir sind gespannt, wie unsere Kunden dieses Angebot annehmen.“

Mit dem aktuellen Projekt reagieren adidas und Zalando laut eigener Aussagen auf Veränderungen im E-Commerce: Kunden würden heute zunehmend schnellere Lieferungen erwarten. Zudem würden Marken ihre Kunden über mehr als einen Kanal und in unterschiedlichen Ländern erreichen wollen. Beides führe dazu, dass Bestände immer häufiger auf unterschiedliche Standorte verteilt werden müssen.

Der Multi-Channel-Ansatz soll perspektivisch die Services von Zalando Fulfillment Solutions (ZFS) ergänzen, so das Unternehmen in der Mitteilung. Im Rahmen von ZFS lagern dem Onlineanbieter zufolge bereits heute mehr als 100 Partner Teile ihres Sortiments in Zalando Logistikzentren, Zalando übernimmt den Versand an Kunden in derzeit 14 europäische Länder.

Jan Bartels sagt: „Beim Testlauf in Paris ist das noch nicht der Fall, hier pilotieren wir eine wichtige Komponente für unser künftiges ZFS-Angebot. Wir sehen viel Potenzial, Multi-Channel-Modelle mit Marken zu testen, die ohnehin einen Teil ihres Sortiments bei Zalando vorhalten. Indem wir das starke europäische Logistiknetzwerk von Zalando weiter für unsere Partner öffnen, profitieren sie von unserer Logistikexpertise und wir arbeiten gemeinsam effizienter.”

Der Test in Paris läuft nach Zalando-Angaben zunächst für sechs bis zwölf Monate, danach werden beide Partner die Ergebnisse auswerten.

Schluss mit den Überraschungen

Bei der Wartung und Instandhaltung von logistischer Ausrüstung ist es wie in der Logistik insgesamt: Klappt alles, redet niemand darüber. Aber wenn etwas nicht wie am Schnürchen läuft, ist das Geschrei groß.

Denn dann zeigt sich wieder, wie wichtig all die kleinen Rädchen – Lkw, Förderanlagen, Regalbediengeräte oder Gabelstapler – doch sind. Wenn sie ausfallen, drohen Lücken im Supermarktregal, Bandstopps in der Autoindustrie oder die im Onlineshop georderten Schuhe lassen auf sich warten.

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