Mikrodepot: UPS, DPD, GLS und Amazon Logistics im Einsatz in Dortmund

Das temporäre Mikrodepot am Ostwall in Dortmund zählt zu den Maßnahmen des EU-Förderprojektes „Emissionsfreie Innenstadt“.

Mit seinem Design soll das Mikrodepot am Ostwall in Dortmund auch bei Passanten für Aufsehen sorgen. (Foto: Katharina Kavermann, Dortmund-Agentur)
Mit seinem Design soll das Mikrodepot am Ostwall in Dortmund auch bei Passanten für Aufsehen sorgen. (Foto: Katharina Kavermann, Dortmund-Agentur)
Matthias Pieringer

Das Mikrodepot am Ostwall, ein von der DOPARK GmbH im Auftrag der Stadt Dortmund errichteter Umschlagplatz für die klimafreundliche Zustellung von Kurier-, Express- und Paketdiensten in der Dortmunder City, startet den Betrieb. Daran beteiligen sich, wie die Stadt Dortmund am 19. Januar mitteilte, UPS, DPD, GLS und Amazon Logistics. Mit dem gemeinsamen und damit flächensparenden Betrieb eines Mikrodepots durch verschiedene Dienstleister sei die Stadt Dortmund beispielgebend für kooperativen emissionsfreien Lieferverkehr auch in anderen Kommunen, hieß es. Die Paketdienstleister hätten sich in einem Beteiligungsprozess des Förderprojektes „Emissionsfreie Innenstadt“ für die gemeinsame Nutzung eines temporären Mikrodepots am Ostwall entschieden.

Bis Februar 2022

Von Januar 2021 bis Februar 2022 liefern UPS, DPD, GLS und Amazon Logistics Transportgüter in wiederverwendete Übersee-Container des temporären Mikrodepots am Ostwall südlich der Agnes-Neuhaus-Straße und schlagen die Sendungen zur Feinverteilung in die City auf der letzten Meile auf klimafreundliche Verkehrsmittel wie Lastenräder um.

Aussagen in diesem Video müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

Letzte Meile zum Beispiel mit dem Lastenrad

Blick in die Logistikabläufe: Pakete werden aufgegeben und vom Paketshop mit einem Transporter in ein regionales Logistikzentrum gebracht. Dort werden sie in einen Lkw verladen und in das für Dortmund zuständige regionale Verteilzentrum geliefert. Ein Lieferwagen holt die Pakete dort ab und bringt sie zum Mikrodepot am Ostwall. Dort wird die Sendung auf ein klimafreundliches Transportmittel – beispielsweise ein Lastenrad – verladen und gelangt so innerhalb der Innenstadt emissionsfrei und stadtfreundlich zur Zieladresse.

„Dieser unternehmensübergreifende Beteiligungsprozess für emissionsfreien Lieferverkehr zeigt, dass Klimaschutz und Verkehrswende ein Gemeinschaftsprozess vieler Akteure und Akteurinnen ist, den die Stadt Dortmund koordiniert und steuert“, sagte Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal. „Aufgabe der Paketdienstleister ist es nun, praktische Erfahrungen zu sammeln und die temporäre Lösung in eine dauerhafte Infrastruktur nach Ablauf des Förderprojektes Emissionsfreie Innenstadt zu überführen.“

Erfahrungswerte sammeln

Das Mikrodepot am Ostwall ist eine von 16 Maßnahmen des EU-Förderprojektes „Emissionsfreie Innenstadt“. Die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen unterstützen das Förderprojekt Emissionsfreie Innenstadt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Als temporäre Einrichtung wird der Betrieb 14 Monate lang erprobt. Während dieser Zeit können laut den Angaben Praxis- und Erfahrungswerte gesammelt und die dauerhafte Einrichtung eines Mikrodepots in einer Bestandsimmobilie vorbereitet werden. Parallel zum Betrieb des temporären Mikrodepots sollen innerstädtische Immobilien auf ihre „logistische Verwertbarkeit“ für ein dauerhaftes Mikrodepot untersucht werden.

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