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Messe: transport logistic endet mit Spitzenwerten

2.374 Aussteller aus 63 Ländern und ein Besucheranstieg um fünf Prozent.

Die Tore schließen, die transport logistic erzielte 2019 neue Rekorde, so die Messe München. (Foto: Messe München)
Die Tore schließen, die transport logistic erzielte 2019 neue Rekorde, so die Messe München. (Foto: Messe München)
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Melanie Endres

Vom 4. bis 7. Juni 2019 fand in München die transport logistic statt und endete mit neuen Rekordwerten, das gab die Messe München am 07. Juni bekannt. Die Top-Themen waren der Handelskrieg zwischen den USA und China sowie der Fahrermangel. Zugleich machte sich die Neue Seidenstraße deutlich bemerkbar – und Künstliche Intelligenz war in vielen Bereichen der große Hoffnungsträger, so die Mitteilung. Auf der transport logistic 2019 präsentierten sich 2.374 Aussteller aus 63 Ländern, ein Plus von zehn Prozent (2017: 2.162).

„Die transport logistic hat ihre Rolle als weltweit größter, intermodaler Logistik-Hub bestätigt: Mit 2.374 Aussteller haben wir ein Plus von zehn Prozent erzielt, bei den Besuchern mit rund 64.000 ein Plus von fünf Prozent“, berichtet Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München. „Starkes Wachstum sahen wir aus China, hier hat sich die Zahl der Aussteller um 30 auf 64 nahezu verdoppelt. Die chinesischen Unternehmen suchen im Zuge der Seidenstraßen-Initiative verstärkt nach Kooperationspartnern in Europa.“

Durchgängiges Wachstum

Die Messe ist um eine auf zehn Hallen gewachsen, mit dem Freigelände erstreckte sie sich insgesamt auf 125.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Und sie ist laut Messe München noch einmal deutlich internationaler geworden. Bei den Austellern stieg der Anteil an Internationalität um drei Prozentpunkte auf 56 Prozent, bei den Besuchern ebenfalls um drei Prozentpunkte auf 47 Prozent. Es reisten rund 64.000 Besucher aus 125 Ländern an, ein Plus von 5 Prozent (2017: 60.726), so vermeldete die Messegesellschaft. Aus dem Ausland kamen demnach etwa 30.000 Besucher.

Internationalität und Themenvielfalt gefragt

Die Top-Ten-Ausstellerländer nach Deutschland waren der Mitteilung zufolge die Niederlande, Italien, Belgien, Frankreich, Polen, China, Österreich, Spanien, Großbritannien und die Tschechische Republik. Auch Neuausstellern konnten laut Messe München verzeichnet werden: Fercam, Neutral Air Cargo, Hong Kong COSCO Shipping Lines, China Asia Shipping und Yuxinou Logistics zählten beispielsweise dazu. Als Rückkehrer zählt die DHL. 25 internationale Gemeinschaftsstände waren zudem vor Ort, neu dabei. So zum Beispiel Sri Lanka, Rumänien, Litauen, Polen und die Türkei.

Vorherrschende Themen

Eines der beherrschenden Themen war zudem der Fahrermangel. Neben attraktiveren Arbeitsbedingungen könnte langfristig Künstliche Intelligenz helfen – diese soll Logistikketten insgesamt transparenter und effizienter gestalten. In der Podiumsrede erklärte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer: „Wir wollen die wachsenden Verkehrsflüsse noch effizienter, bezahlbarer, digitaler, umwelt- und klimafreundlicher gestalten.“

Eröffnung mit Diskussionsrunde

Die großen Herausforderungen der Industrie diskutierten Vertreter der Bereiche bereits bei der Eröffnung. Mit Blick auf die Weltkonjunktur äußerte DHL-Chef Dr. Frank Appel verhaltenen Optimismus: „Auch wenn die aktuellen Beziehungen zwischen den Regierungen in den USA und in China hier derzeit nicht förderlich sind, finden Waren trotz Zollstreitigkeiten ihren Weg“. Herausfordernd sieht die Lage derzeit auch für die Luftfracht aus, „ein sehr volatiles Geschäft, wir müssen optionsfähig sein und langfristig denken“, sagte Dorothea von Boxberg, Vorstand Produkt und Vertrieb der Lufthansa Cargo AG. Alexander Doll, Vorstand Finanzen, Güterverkehr und Logistik der Deutschen Bahn AG, unterschied zwischen globalen und intraregionalen Handelsströmen, „bei Letzteren sehen wir nach wie vor ordentliches Wachstum“. Und Rolf Habben Jansen, Vorsitzender des Vorstandes der Hapag-Lloyd AG, gab sich gut gewappnet: „In den vergangenen fünf Jahren waren wir aktiver Treiber der Konsolidierung in unserer Industrie und haben so unsere Marktposition insgesamt deutlich stärken können.“

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