med.Logistica 2019: Herausforderungen für das Krankenhaus 4.0

Fachmesse für Medizinlogistik nimmt „Digitalisierung und IT-Infrastruktur“ in den Fokus.

Die Eröffnung der med.Logistica war im Jahr 2017 gut besucht. (Foto: Leipziger Messe GmbH / Martin Klindtworth)
Die Eröffnung der med.Logistica war im Jahr 2017 gut besucht. (Foto: Leipziger Messe GmbH / Martin Klindtworth)
Therese Meitinger

Wie lassen sich Prozesse auch unter Kostendruck im Sinne der Patienten organisieren? Fragestellungen wie diesen widmet sich med.Logistica, ein Internationaler Kongress mit Fachmesse für Krankenhauslogistik, der am 5. und 6. Juni 2019 im Congress Center Leipzig stattfindet. In 77 Kongressbeiträgen sollen 109 Referenten aus fünf Ländern alle Aspekte der Kliniklogistik erkunden: Diese reichen von der Beschaffung über die innerklinischen Material-, Personen- und Informationsflüsse bis zur Entsorgung.

Präsentiert werden laut des Veranstalters Leipziger Messe GmbH Best Practices aus Dänemark, Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz. Rund 80 Unternehmen sollen in der Fachausstellung Lösungsansätze zu allen Fachbereichen zeigen. Mit dem Schwerpunkt „Digitalisierung und IT-Infrastruktur“ will der Kongress ein besonderes Augenmerk auf die digitale Transformation des Prozessmanagements legen. Erstmals sollen Teile des Kongresses simultan ins Englische übersetzt werden.

Programmblock zum Krankenhaus 4.0

„Dass Prozessoptimierung und Digitalisierung zusammenwachsen, spiegelt sich dieses Jahr durch den speziellen Fokus auf den digitalen Wandel wider“, erklärt Roland Beyer, Projektdirektor der med.Logistica. Entsprechend ist ein Extra-Programmblock im Kongress geplant, der sich mit Lösungen für das Krankenhaus 4.0 sowie Digitalisierung und IT-Infrastruktur beschäftigt. So sollen in Kooperation mit der Grevenbroicher Entscheiderfabrik – einem Inkubator für Digitalisierungsprojekte in der Gesundheitswirtschaft – fünf aktuelle Projekte vorgestellt werden. Zu ihnen zählt etwa „Virtuelle Videokonferenzen auf Basis einer IHE-konformen Vernetzungsplattform: Von Arzt zu Arzt und Patient“.

In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML wird nach Veranstalterangaben unter anderem das Nutzenversprechen des Krankenhauses 4.0 untersucht, gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST beispielsweise der „Masterplan Digitales Krankenhaus“ betrachtet.

Fachmesse und Preisverleihungen

In der Fachmesse sollen rund 80 Anbieter von Logistiklösungen ihre Konzepte für Effizienzsteigerung, Qualitätsverbesserung und Kostensenkung präsentieren. Dazu gehören Komplettanbieter für Krankenhauslogistik ebenso wie Spezialisten für OP-Technik, Zentrale Sterilgutversorgungsabteilung (ZSVA), Pflege oder Apotheke sowie Unternehmensberatungen und Einkaufsorganisationen. Die Ausstellungsflächen im Kongresszentrum seien nahezu ausgebucht, so die Leipziger Messe. Hinzukommen acht Ausstellervorträge.

Der Leipziger Preis für Krankenhauslogistik geht 2019 in die zweite Runde. Die mit insgesamt 6.000 Euro dotierte Auszeichnung wird alle zwei Jahre auf der med.Logistica vergeben und soll besonders innovative, bereits in der Praxis umgesetzte logistische Lösungen würdigen. Der diesjährige Preisträger wird zur Eröffnungsveranstaltung der med.Logistica am 5. Juni 2019 bekannt gegeben.

Ideelle Träger sind beteiligt

Organisationen der Gesundheitsbranche sind als ideelle Träger an der med.Logistica beteiligt. Zu dem Fachgremium gehören: der Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA), der Bundesverband der Beschaffungsinstitutionen in der Gesundheitswirtschaft Deutschland (BVBG) mit den Mitgliedern AGKAMED GmbH, Dienstleistungs- und Einkaufsgemeinschaft Kommunaler Krankenhäuser eG im Deutschen Städtetag (GDEKK), P.E.G. Einkaufs- und Betriebsgenossenschaft eG sowie Sana Klinik Einkauf GmbH; der Bundesverband Pflegemanagement, die Deutsche Gesellschaft für Sterilgutversorgung (DGSV), die Fachvereinigung Krankenhaustechnik (FKT), die Krankenhausgesellschaften Sachsen sowie Sachsen-Anhalt, die Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen, der Verband der Privatkliniken in Sachsen und Sachsen-Anhalt, der Verband für OP-Management (VOPM) sowie die Wissenschaftliche Gesellschaft für Krankenhaustechnik (WGKT).

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