Materialfluss: Sortiertechnik zwischen digital und mechanisch

Der „SpeedSorter“ von Gebhardt erlaubt nach Herstellerangaben die Sortierung von verschiedenen Fördergütern bei hoher Geschwindigkeit.

Der SpeedSorter wurde nach dem Crossbelt-Sorter-Prinzip entwickelt. (Foto: Gebhardt Fördertechnik)
Der SpeedSorter wurde nach dem Crossbelt-Sorter-Prinzip entwickelt. (Foto: Gebhardt Fördertechnik)
Therese Meitinger

Die Gebhardt Intralogistics Group mit Hauptsitz in Sinsheim bringt laut einer Mitteilung vom 1. Juli eine voll automatisierte, horizontale und smarte Sortieranlage auf den Markt. Sie folge dem Prinzip „mechanical meets digital“, so der Anbieter. Der Gebhardt „SpeedSorter“ eignet sich dem Hersteller zufolge durch ein modulares Design, eine hohe Systemleistung, Wartungsfreundlichkeit und eine hohe Verfügbarkeit für verschiedene Fördergüter; zudem weist er digitale Komponenten für die Intralogistik 4.0 auf.

Durch die steigenden Anforderungen des Onlinehandels und die wachsende Nachfrage im E-Commerce-Sektor werden vermehrt manuelle Sortierprozesse durch automatisierte Konzepte ersetzt. Gebhardt adressiert dieses Potenzial mit einem Produkt, welches durch zahlreiche digitale Lösungen die Sortierprozesse optimieren soll. 

Materialfluss aus einer Hand

Der nach dem Crossbelt-Sorter-Prinzip entwickelte SpeedSorter soll durch die Kombination mit verschiedenen Systemkomponenten wie Wareneingang, Lager, Kommissionierung und Versand ein durchgängiges Materialflusskonzept aus einer Hand ermöglichen. Die Implementierung sei aus betriebswirtschaftlicher Sicht vorteilhaft, da sowohl der innerbetriebliche Materialfluss optimiert als auch die vorhandene Fläche effektiv genutzt werden könne, argumentiert der Hersteller. Die digitalen Zusatzfunktionen trügen nachhaltig zu einer Steigerung der Systemleistung und Verfügbarkeit bei. 

Die Produktneuheit erlaubt nach Herstellerangaben die Sortierung von verschiedenen Fördergütern bei hoher Geschwindigkeit. Von Bekleidung über Briefsendungen, Kartons bis hin zu Lebensmitteln decke der Gebhardt SpeedSorter ein breites Produktspektrum ab, so das Unternehmen. Behälter, Pakete, Poly- und Paperbags in unterschiedlicher Form aber auch längere Stückgüter können demnach ebenfalls transportiert werden.

Durch eine präzise Steuerung und dem mechanischen Antrieb sei das Gesamtsystem sehr robust und wenig wartungsbedürftig, so Gehbardt. Die Zuverlässigkeit der Sortieranlage werde durch Condition Monitoring und die damit verbundene Anbindung an die digitalen Lösungen – wie der Gebhardt „Galileo IoT Plattform“ – sichergestellt. Intelligente Sensorik, Infeed-Stückgutüberwachung und die störungsfreie Echtzeitkommunikation zwischen der Anlagensteuerung und den Sorterkomponenten sollen für erhöhte Präzision bei der Zuführung, dem Transport und der Ausschleusung der Fördergüter sorgen.  

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