Materialfluss: Mobiler Roboter mit induktivem Ladesystem

SOTO2 transportiert nach Unternehmensangaben Kleinladungsträger autonom vom Lager bis zur Produktionslinie.

Mit den induktiven Ladesystemen von Wiferion will Magazino die Energieversorgung des SOTO 2 in den wertschöpfenden Prozess integrieren. (Foto: Magazino).
Mit den induktiven Ladesystemen von Wiferion will Magazino die Energieversorgung des SOTO 2 in den wertschöpfenden Prozess integrieren. (Foto: Magazino).
Therese Meitinger

Magazino nutzt bei seinem neuen mobilen Roboter „SOTO 2“ induktive Energiesysteme von Wiferion. Der Roboter transportiert laut einer Mitteilung vom 23. Februar Kleinladungsträger (KLT) vollständig autonom vom Lager bis zur Produktionslinie. Dank der Wireless-Charging-Technologie integriere das Münchner Robotikunternehmen die Energieversorgung in den wertschöpfenden Prozess des SOTO 2, so die Mitteilung.

Magazino hat sich auf die Fahnen geschrieben, mit dem mobilen Roboter die Materialversorgung in der produzierenden Industrie zu automatisieren. Der mobile Roboter transportiert nach Unternehmensangaben Kleinladungsträger mit Bauteilen vom Lager zur Montagelinie, sammelt das Leergut wieder ein und bringt es zum Lager zurück. Mit dem Ziel, den Einsatz des Systems effizienter zu gestalten und die Produktivität zu erhöhen, habe man in SOTO 2 die Energiesysteme von Wiferion integriert, so der Anbieter.

„Im Versorgungsprozess steht SOTO an definierten Übergabestationen während des Be- und Entladens der Kleinladungsträger. Durch In-Process-Charging können wir diese Standzeiten für das Aufladen der Batterie nutzen, ohne dass der Roboter seinen Workflow unterbrechen muss“, erklärt Benjamin Sommer, Head of Sales & Marketing bei Magazino.

Kurze Stopps für Energieversorgung nutzen

Nähert sich ein Roboter einem Ladepunkt, startet nach Unternehmensangaben die Energieversorgung vollautomatisch in weniger als einer Sekunde. Selbst kurze Stopps können demnach für eine effiziente Energieversorgung genutzt werden. Je nach Anwendung ließen sich so mehr als 20 Stunden Einsatzzeit der Roboter realisieren, so die Mitteilung. Im Idealfall könnten zusätzliche Flächen für die Unterbringung einer stationären Ladeinfrastruktur entfallen.

Neben dem induktiven Batterieladesystem „etaLINK 3000“ hat das Robotikunternehmen nach Eigenangaben auch die „etaSTORE Lithium-Ionen-Batterien“ von Wiferion implementiert. Aktuell befinde sich das SOTO 2-Projekt in der Pilotierungsphase, heißt es. Der weltweite Flotteneinsatz sei zum Jahresende 2022 geplant.

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