Materialfluss: Interroll steigert Ergebnis und Ergebnismarge

Das Erstarken des Schweizer Frankens hatte einen deutlich spürbaren Einfluss auf das Ergebnis.

m ersten Halbjahr 2020 hat Interroll eine überproportionale Steigerung des Gewinns vor Zinsen und Steuern (EBIT) und des Ergebnisses verzeichnet. (Foto: Interroll)
m ersten Halbjahr 2020 hat Interroll eine überproportionale Steigerung des Gewinns vor Zinsen und Steuern (EBIT) und des Ergebnisses verzeichnet. (Foto: Interroll)
Melanie Endres

Wie Interoll, ein Schweizer Anbieter von Materialflusslösungen am 3. August vermeldet hat, verzeichnete das Unternehmen im ersten Halbjahr 2020 einen Umsatzrückgang von -10,6 Prozent (-4,8 Prozent in Lokalwährungen) und eine überproportionale Steigerung des Gewinns vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 3,5 Prozent und des Ergebnisses (3,1Prozent). Dabei betrug der Auftragseingang nach Unternehmensangaben 263,4 Millionen Schweizer Franken, also 244,4 Euro (-11,9 Prozent). Der Umsatz sank auf 216,43 Millionen Euro (-10,6 Prozent), vor allem in den Regionen EMEA und Amerikas. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte umgerechnet rund 30 Millionen Euro (+3,5 Prozent). Das Ergebnis stieg um 3,1 Prozent auf circa 22,1 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 21,44 Millionen Euro). Die Ergebnismarge erreichte laut Interroll 10,2 Prozent (Vorjahr: 8,8 Prozent).

Weniger Einbußen in Lokalwährung

Neben den Auswirkungen der Coronakrise hatte den Angaben in der Pressemitteilung zufolge das Erstarken des Schweizer Frankens auf den Umsatz einen deutlich spürbaren Einfluss. Dieser erreichte 233 Millionen Schweizer Franken (216,29 Millionen Euro), das sind im Vergleich zur Vorjahresperiode (260,8 Millionen Schweizer Franken) -10,6 Prozent. Der Umsatzrückgang in Lokalwährung betrug den Angaben zufolge allerdings nur -4,8 Prozent. Beim Auftragseingang wurde ein Rückgang um -11,9 Prozent auf 263,4 Millionen Schweizer Franken (entspricht 244,44 Millionen Euro) verzeichnet (Vorjahr: rund 299 Millionen Schweizer Franken). In Lokalwährung fiel der Rückgang mit -6,1 Prozent deutlich moderater aus.

Erneute Steigerung des EBIT

Interroll gelang es nach Eigenangaben, trotz rückläufigem Umsatz und Auftragseingang den EBIT erneut überproportional zu steigern. Dieser erhöhte sich laut Mitteilung um 3,5 Prozent auf 32,3 Millionen Schweizer Franken, das entspricht 29,97 Millionen Euro. Im Vergleich wurden in der Vorperiode 31,2 Millionen Schweizer Franken erzielt (28,95 Millionen Euro).

„Im ersten Halbjahr 2020 konnte Interroll trotz Umsatzrückgang EBIT und Ergebnis weiter steigern“, sagt Paul Zumbühl, CEO Interroll Worldwide Group. „Zu diesem positiven Ergebnis trug auch unsere hohe Kosten- und Investitionsdisziplin bei. Ebenfalls konnte Interroll Marktanteile gewinnen.“

Starkes Projektgeschäft

Der konsolidierte Umsatz in der Produktgruppe Rollers betrug 52,5 Millionen Schweizer Franken (48,7 Millionen Euro) und lag damit um -10,6 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums von 58,7 Millionen Schweizer Franken (54,46 Millionen Euro). Die Region Amerika verzeichnete einen Bestellzuwachs von 3,1 Prozent für die Produktgruppe „Rollers“. In den Regionen EMEA (-6,6 Prozent) und Asien-Pazifik (-19,3 Prozent) waren Lockdown-Situationen im ersten Quartal spürbar. Insgesamt verzeichnete die Produktgruppe „Rollers“ trotz der Corona-Pandemie nur einen moderaten Rückgang des Auftragseingangs um -5,9 Prozent auf 53,5 Millionen Schweizer Franken (49,63 Millionen Euro). (Vorjahresperiode: 56,9 Millionen Schweizer Franken; entspricht 52,77 Millionen Euro). Am Ende des ersten Halbjahres betrug der Anteil der Regionen am Gesamtumsatz in EMEA 60 Prozent, in Amerika 27 Prozent und im asiatisch-pazifischen Raum 13 Prozent.

Steigende EBITDA-Marge

Mit 43,5 Millionen Schweizer Franken (40,38 Millionen Euro) konnte Interroll das Vorjahresniveau beim Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) in der ersten Jahreshälfte erreichen. Die EBITDA-Marge stieg den Angaben zufolge 18,7 Prozent (Vorjahr: 16,7 Prozent).

Ausblick für die Zukunft

Da Interroll im ersten Halbjahr nur Projektverschiebungen aber keine Projektstornierungen zu verzeichnen hatte und in einzelnen Bereichen Marktanteile gewinnen konnte, was den Angaben zufolge vor allem auf die Lieferperformance und innovative Lösungen zurückzuführen ist, bleibt das Unternehmen nach eigener Aussage für den Rest des Jahres vorsichtig optimistisch. Dank der starken Marktposition, innovativen Produkten und dynamisch wachsenden Endmärkten (E-Commerce und Kurier-Express-Paket (KEP), Lebensmittel und Getränke sowie Lagerhaltung und Distribution) sehe Interroll auch langfristig ein bedeutendes Wachstumspotenzial.

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