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Redaktion (allg.)

Seit Kurzem gibt es einen „Rat der Logistikweisen“. Im Herbst trafen sich 17 ausgewählte Logistikexperten aus Wissenschaft und Wirtschaft zu einem ersten Gipfel des „Sachverständigenrats zur Entwicklung des Logistikmarktes“. Dort diskutierten sie ihre Prognosen zur Marktlage und Konjunkturentwicklung für die Logistik im Jahr 2015. Ihre Aussagen seien aber nicht nur „Kaffeesatzleserei“, wie es Prof. Dr. Christian Kille, einer der Gründer der Initiative, formuliert. Laut dem Professor für Handelslogistik an der Hochschule Würzburg ergänzen fundierte, wissenschaftliche Datenanalysen die Einschätzungen der Praxisprofis. In Vorgesprächen hätten die Fachleute dazu in den vergangenen Monaten festgelegt, welche Kennzahlen am wichtigsten sind.

Die Erkenntnisse des ersten Gipfels werden aktuell wissenschaftlich ausgewertet. Erste Ergebnisse wollen Kille und Mitinitiator Markus Meißner, Geschäftsführer des Stuttgarter Logistik-IT-Anbieters AEB GmbH, auf dem bevorstehenden 31. Deutschen Logistik-Kongress (22.- 24. Oktober 2014 in Berlin) präsentieren. Das komplette Gutachten soll zum Ende des Jahres vorliegen. Der zweite Gipfel der Logistikweisen soll dann Mitte März 2015 in Baden-Württemberg stattfinden. Künftig soll das Gremium im Herbst jedes Jahres eine Prognose abgeben und sie im Frühjahr jedes Jahres validieren. Ziel sind dann 20 Teilnehmer, allesamt Vertreter der oberen Führungsebene, darunter Geschäftsführer, Bereichsleiter und Vorstände.

„Die Teilnehmer sollen eine gewisse Heterogenität widerspiegeln, das heißt, es soll kein Übergewicht einzelner Branchen oder Bereiche geben. Auch beim Alter erwarten wir eine bunte Mischung von jung bis alt“, sagt Prof. Kille auf Anfrage von LOGISTIK HEUTE. Vertreten seien die wichtigsten Bereiche der verladenden Industrie – von der Automobil- über die Chemie- und Konsumgüterbranche bis hin zum E-Commerce. Das Spektrum der teilnehmenden Logistikdienstleister erstrecke sich von KEP-Dienstleistern bis hin zu mittelständischen Spediteuren. Hinzu kämen Anbieter von Intralogistik- und IT-Lösungen sowie Immobilien- und Finanzexperten.

Mitmachen könne aber nur, wer persönlich eingeladen werde. Einen Vertreter zu schicken, sei nicht erlaubt, so Kille. „Wir wollen Unabhängigkeit sicherstellen“, erklärt der Hochschulprofessor. Der Rat der Logistikweisen enthalte deshalb bewusst keine Vertreter von Verbänden oder Vereinen. „Wir wollen keine Plattform für PR- oder politische Botschaften bieten“, begründet Kille. Das zu garantieren, sei gleichzeitig eine der größten Herausforderungen.

(akw)
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