Maersk: Bis zu 20 Prozent weniger Kapazität wegen Lage im Roten Meer

(dpa) Seit dem Ausbruch des Gaza-Krieges greift die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz immer wieder auch Handelsschiffe im Roten Meer an.

Hamburg: Ein Containerschiff der Reederei Maersk wird am Eurogate Container Terminal abgefertigt. (Foto: Marcus Brandt/dpa)
Hamburg: Ein Containerschiff der Reederei Maersk wird am Eurogate Container Terminal abgefertigt. (Foto: Marcus Brandt/dpa)
Therese Meitinger

Der Reederei-Riese Maersk rechnet aufgrund der schwierigen Sicherheitslage im Roten Meer für das zweite Quartal mit einem branchenweiten Verlust an Frachtkapazitäten von 15 bis 20 Prozent zwischen dem Fernen Osten und Europa. Das teilte die dänische Reederei am Montag mit.

Seit dem Ausbruch des Gaza-Krieges greift die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz immer wieder auch Handelsschiffe im Roten Meer an, um sie an einer Durchfahrt in Richtung Israel zu hindern. Deshalb fahren die Frachter momentan südlich um Afrika herum, statt den kurzen Weg durch den Suezkanal zu nehmen. Auch Maersk hat seine Fahrten durch das betroffene Gebiet auf unbestimmte Zeit ausgesetzt.

Geschwindigkeit erhöht, zusätzliche Container geleast

Die Lage im Roten Meer hat laut Maersk Schiffsstaus, Verzögerungen und Kapazitätsengpässe zur Folge. Um dem entgegenzuwirken, hat die Großreederei der Mitteilung zufolge unter anderem die Geschwindigkeit ihrer Schiffe erhöht sowie mehr als 125 000 zusätzliche Container geleast. Diese Maßnahmen schlagen sich als Aufpreis in den Rechnungen an die Kunden nieder, schreibt das Unternehmen.

Maersk ist hinter MSC die weltweit zweitgrößte Containerreederei. Ab Februar 2025 bildet Maersk gemeinsam mit Hapag-Lloyd aus Hamburg, weltweite Nummer fünf, die Schifffahrtsallianz „Gemini Cooperation“.