Luftfrachtprozesse: Dakosy und Fraport gründen Joint Venture für die Digitalisierung

Kern des neuen Gemeinschaftsunternehmens Allivate GmbH sind Betrieb, Aufbau und Weiterentwicklung von Cargo-Community-Systemen für die Luftfracht.

Als Geschäftsführer von Allivate sind Martina Schikorr (Fraport) und Dirk Gladiator (Dakosy) benannt. (Foto: Allivate)
Als Geschäftsführer von Allivate sind Martina Schikorr (Fraport) und Dirk Gladiator (Dakosy) benannt. (Foto: Allivate)
Matthias Pieringer

Das Softwarehaus Dakosy und der Flughafenbetreiber Fraport haben das Joint Venture Allivate GmbH ins Leben gerufen, an dem beide Gesellschafter zu 50 Prozent beteiligt sind. Kern des Gemeinschaftsunternehmens ist der Betrieb, der Aufbau und die Weiterentwicklung von Cargo-Community-Systemen für die Luftfracht. Damit wollten die Partner die Digitalisierung von Luftfrachtprozessen sowohl am Flughafen Frankfurt als auch international weiter vorantreiben, teilte Dakosy am 24. Januar der Presse mit. Als Geschäftsführer sind Martina Schikorr (Fraport) und Dirk Gladiator (Dakosy) benannt.

Ziel des Zusammenschlusses ist es der Mitteilung zufolge insbesondere, das gemeinsam etablierte Cargo-Community-System „FAIR@Link“ weiterzuentwickeln. Die Gründung von Allivate sei ein starkes Bekenntnis von Fraport zum Cargo-Geschäft, hieß es.

Martina Schikorr: „Eine funktionierende digitale Infrastruktur ist das Must-Have für jeden modernen Cargo-Hub. Wir wollen unseren Kunden das beste Cargo-Community-System anbieten, damit ihre Prozesse reibungslos, schnell und unkompliziert ablaufen. Über 1.000 involvierte Unternehmen erhalten hiermit das Commitment, neben Dakosy auch Fraport als verbindlichen Partner für die digitale Infrastruktur an ihrer Seite und mit Allivate einen zentralen Ansprechpartner vor Ort zu haben.“

Dirk Gladiator: „Wir bündeln unsere Kräfte und können dadurch Innovationen und digitale Lösungen schneller auf den Markt bringen. Eine wichtige Rolle spielt hierbei die aktive Rolle der Cargo Community in Frankfurt, mit der wir alle digitalen Prozesse entlang der Supply Chain gemeinsam entwickeln.“

Drei Bereiche

Am Standort Frankfurt heben die Partner die Digitalisierung mit dem Cargo-Community-System und seiner umfassenden Datenbasis eigenen Angaben zufolge bereits auf die nächste Stufe. Gladiator und Schikorr haben drei konkrete Bereiche identifiziert, in denen die Prozesse weiter beschleunigt und optimiert werden können. So sollen die zollrechtlichen Anforderungen noch komfortabler umgesetzt, der Digitalisierungsprozess bei der landseitigen Anlieferung und Abholung weiter erschlossen und die E-Commerce-Funktionalitäten sollen noch stärker automatisiert werden.