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Luftfrachtkartell: Deutsche Bahn zieht US-Klage zurück

Laut US-Zeitung wurde eine Einigung mit Cargolux, SAS und Nippon Cargo erzielt.
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Nadine Bradl

Die Deutsche Bahn AG soll ihre Schadenersatzklage in Amerika zurückgezogen haben. Das berichtete am 2. März 2015 die amerikanische Zeitung „The Wall Street Journal“. Wie in Deutschland (LOGISTIK HEUTE berichtete) hatte die Bahn auch in den USA mehrere Luftfahrtgesellschaften wegen illegaler Preisabsprachen bei Kerosin- und Sicherheitszuschlägen für Frachtflüge verklagt.

Zahlung von weniger als 100 Millionen Dollar

Die Klage am Gericht New York soll nach Medienangaben sechs Airlines betroffen haben – Schadenersatzforderung 370 Millionen Dollar (mehr als 330 Millionen Euro). Mit den Fluggesellschaften Cargolux International Airlines SA, SAS Scandinavian Airline und Nippon Cargo Airlines soll die Deutsche Bahn sich nun auf eine Zahlung von unter 100 Millionen Dollar geeinigt haben, berichtet die US-Zeitung.

Bahnchef will nicht auf Schadenersatz verzichten

Sowohl für die weiteren Airlines – Air France-KLM SA, All Nippon Airways und Qantas Airways Ltd. – als auch für die in Deutschland verklagte Deutsche Lufthansa AG bedeutet das allerdings kein Aufatmen. „Die Deutsche Bahn wird ihre Ansprüche gegen andere Luftfahrtunternehmen mit Nachdruck verfolgen“, wird Bahn-Vorstand Gerd Becht in der Zeitung zitiert. Sollte die Deutsche Bahn die Schadenersatzklage durchsetzen, könnte ihr nach US-Recht bis zu 1,1 Milliarden Dollar zustehen, meint The Wall Street Journal.

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